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Die Kiemen von Limulus und die Lungen der Arachniden

VON

Prof. Dr. J. VERSLUYS.

(Mit 8 Textfiguren).

In der Diskussion der Verwandtschaft von Limulus hat der Vergleich seiner Kiemen mit den Tracheenlungen der Arachniden eine wichtige Rolle gespielt. Sollen, wie es die Lankester'sche Limulus-Theox'iQ will, die Land-Arachniden von den Merostomen abstammen, so mussen die Tracheenlungen aus den Kiemen der Merostomen hervorgegangen sein. Die sehr grosse Ahnlichkeit in Bau und Lage führt zur Annahme einer Homologie dieser Organe. Wir sind dann aber auch gezwungen zu versuchen, sie aufeinander zurückzuführen, das heisst den Bau des einen Typus aus dem andern abzuleiten.

Neben einigen geringfügigen Unterschieden im Bau ist ein wesentlicher IJnterschied in der Lage der Atmungsorgane vorhanden. Die Kiemen der Merostomen liegen frei an der Hinterseite der Blattfüsse, wahrend die Tracheenlungen im Inneren des Köi'pers liegen und die Luft nur durch ein enges Stigma Zutritt zu ihnen hat. Dieser Unterschied ist in seiner funktionellen Bedeutung leicht verstandlich. Wahrend bei den landbewohnenden Arachniden eine mehr geschützte Lage dér zarten Lungenlamellen notwendig sein muss und das Stigma immerhin für die Erneuerung der Luft genügt, würde eine ahnliehe Lage der Atmungsorgane bei Limulus keine ausreichende Erneuerung des Atemwassers gestatten. Andrerseits ist eine so gfinzlich eingesunkene Lage wie ihn die Tracheenlungen aufweisen, bei den in Wasser funktionierenden Kiemen auch nicht notwendig.

Aber wenn auch dieser IJnterschied durch die anderen Bedingungen, welche das Medium stellt, verstandlich wird, so muss doch geprüft werden, ob sich entsprechend der Lankesterschen Auffassung von der Verwandtschaft der Archniden und Merostomen, die Tracheenlungen aus den Kiemen der Merostomen herleiten lassen.

Lankester brachte selbst einen Versuch einer solchen Ableitung in seiner ersten Arbeit über das Limulus-YvohXem. (18S1) und modifizierte seine Hypothese dann bald in wesentlichen Punkten (1885). Seine beiden Hypothesen waren aber sehr wenig glücklich und er schloss sich spater einer Darstellung der ümbildung der Kiemen zu Tracheenlungen an, welche Kingsley (1885, 1893) gegeben hat. Eine etwas andere Darstellung der Ümbildung der Kiemen zu Tracheenlungen gab Mac Leod (1884). Diese Hypothesen müssen sich gleichzeitig auch befassen mit der Frage nach dem Verbleib der Blattfüsse von Limulus bei den Archniden, wo die Blattfüsse fehlen.

Kingsley's Hypothese stützt sich auf Überlegungen wozu ihn die Untersuchung der Ontogenie von Limulus führte. Seiner Ansicht nach kann man sich die ümbildung der Kiemen von Limulus zu Tracheenlungen etwa wie folgt denken (1885, p. 537): "The change in "the needs of the animal owing to its assumption of a terrestrial in place of an aquatic life

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