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seite der Gigantostraken werden von einer dunnen Chitinhaut bedeckt, die der Wand des Hohlraums einer Tracheenlungen durchaus entspricht.

Man darf demnach in den sogenannten Blattfüssen der Gigantostraken nur Sternite sehen. Deutet man sie als Gliedmassen, so muss man auch die Sternite der Segmente 3 bis 6 des Praeabdomens der Skorpioniden als Gliedmassen deuten (die mit der Bauchwand verwachsen seien, etwa wie es Mac Leod in seinem Vergleich ausführt). Dies lasst sich aber nicht aufrecht halten. Schon die Ontogenie zeigt, dass zwar bei den Skorpioniden Gliedmassen an diesen Segmenten angelegt werden, dass diese aber klein bleiben; auf keinen Fall geht das ganze Sternit aus ihnen hervor, sondern sie werden nur mit ihrem Materiale bei ihrer Rückbildung in den Sterniten aufgenommen. Wir haben es hier zweifellos, auch bei den Blatt¬

füssen der Gigantostraken, mit Sterniten zu tun; Sterniten und Gliedmassen aber sind ganz verschiedene Gebilde.

Bei der zweifellos vorhanden en engen Verwandtschaft der Gigantostraken und Limulus, müssen dann auch die Blattfüsse dieses letzteren als Sternite gedeutet werden. Ihr mehr komplizierter Bau berechtigt noch nicht zur Auffassung, dass sie unbedingt echte Gliedmassen seien; er ist nicht so kompliziert, dass er nicht durch Anpassung an neue Lebensbedingungen entstanden sein kann. Die Ahnlichkeit mit den Spaltfüssen der Crustacea, die vielfach angenommen wird, ist eine sehr oberflachliche. In diesen modifizierten Sterniten sind die Reste abdominaler Gliedmassen mit enthalten und mogen vielleicht etwas zur Komplikation des Baues der Blattfüsse beitragen.

Durch die Homologisierung der Blattfüsse mit Sterniten fallt eine wesentliche Schwierigkeit bei der Vergleichung des Baues der Merostomen und Arachniden fort. Die Blattfüsse mit ihren Kiemen und die Tracheenlungen sind dabei nicht mehr homolog den Pectines der Skorpione oder den Spinnwarzen der Araneae, denn letztere sind Gliedmassen, erstere nicht.

Der Vergleich der Blattfüsse mit Sterniten führt nun zu einem ganz anderen Urteile über die Beziehungen der Atmungsorgane der Merostomen und der Arachniden, als die alte

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