Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

eine naliezu kreisrunde völlig nackte Stelle. Jede desselben war umgrenzt von einer schmalen Haarzone, in der die Haare radiar angeordnet, wie von dem Zentrum der Stelle auszustrahlen scheinen. Dadurch wird der ano-perineale Bezirk der Sitz eines Haarkranzes mit einstrahlenden Haaren um den Anus, und zweier Kranze mit ausstrahlenden Haaren, seitlich von der perinealen Mittellinie. Letztere niessen ventral vom Anus in der Medianlinie mit einander zusammen.

Die Bedeutung der beiden perinealen haarfreien Stellen darf vielleicht darin gesehen werden, dass es hier eine Reminiscenz an die ebenfalls völlig haarfreien Gesassschwielen niedriger Affen gilt. Bei menschlichen Embryonen ist davon bisher keine auch nur vorüber-

gehende Andeutung gefunden. Ich weise aber darauf hin, dass das kaudale Rumpfende vom Schimpanse im allgemeinen beim Fetus mehr primitive Merkmale aufweist als es beim Menschen der Fall ist. Der noch deutlich hervorragende Steissbeinhöcker, die noch stark nach hinten sehende Genitaliën sind ein Paar solcher Merkmale. Beim jugendlichen Individuum sind die

Kg. 5. bezüglichen Stellen behaart.

Über die Verhaltnisse der Haarrichtungen an den Extremitaten können wir uns kurz fassen, denn sie weichen wenig von den bei Affen sonst bekannten Verhaltnissen ab. Wir fangen mit der Betrachtung der oberen Extremitat an, unter Hinweis auf die Figuren 5 und 6.

Es zerfallt das Haarkleid der oberen Extremitat deutlich in drei Bezirke, nahezu mit

den drei Abteilungen des Gliedes, Oberarm, Unterarm und Hand überein stimm end. Die Haarströmungen des Oberarmes und der Schulterwölbung sind als Fortsetzungen jener der ventralen und dorsalen Flache des Rumpfes zu betrachten. Auf der Schulterwölbung sind die Haare ziemlich rein in longitudinaler Richtung eingepflanzt, das heisst der Langs-

achse der Extremitat parallel. In der Richtung der Axillarhöhle aber stellen die Haare sich mehr transversal zur Langsachse. Ungefahr zur Höhe der Tnsertion des Deltoïdes, treten zwei Linien auf, und zwar eine sehr deutliche Divergenzlinie welche an der ventralen Flache des Oberarmes nahe am radialen Rande verlauft und die in Figur 5 sehr scharf ausgepragt erscheint, und eine Konvergenzlinie, die jedoch viel weniger deutlich ist als die erstgenannte, und bezüglich deren Auftreten man aus Kombination der in Figur 5 und 6 gezeichneten Verhaltnisse schliessen kann. Diese Linie folgt nahezu den Ulnarrand des Oberarmes. Von der ventro-radial gelagerten Divergenzlinie strahlen die Haare in schrager proximo-distaler Richtung aus, bis zum Ellbogen und stossen hier auf den vom Unterarm kommenden Haarstrom. Dieser bildet wie gesagt ein Gebiet für sich. Man kann sagen, dass im allgemeinen der Haarstrom des Unterarmes jenem des Oberarmes entgegengesetzt ist.

Die Divergenzlinie der ventralen Flache setzt sich, wie aus Figur 5 ersichtlich, vom Oberarme auf den Unterarm bis zum Handgelenk fort. Die Haare aber kehren ziemlich plötzlich beim Übergange auf den Unterarm ihre Implantionsrichtung um, sie strahlen von der Divergenzlinie schrag in disto-proximaler Richtung aus. Dadurch wird das auch bei andren Anthropoïden auftretende Ellbogenkreuz gebildet. Von diesem Zentrum geht eine Konvergenzlinie in transversaler Richtung aus, welche ziemlich wohl mit der Biegungslinie der Extremitat im Ellbogengelenk zusammenfallt, und wie gürtelförmig die ganze Extremitat umkreist.

Die beiden divergenten Haarzüge setzen sich von der ventralen Flache des Unterarmes,

Sluiten