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Das Cornu hyale, dem ursprüngliehen Zungenbeinbogen entstammend, zeigt bei den primitiveren Formen Verband mit dem auch zu dem Hyoidbogen gehörigen columellaren Apparat des Mittelohres, hat aber diesen bei der überwiegenden Mehrzahl der Reptilien aufgegeben und ist bei vielen in eine weitgehende Rüekbildung. gekreten. Das dorsal frei am Halse endende Cornu branehiale 1. gehort dem 1. Branchialbogen (3. Visceralbogen) an und weist sich durch seine in der Regel vorhandene Verknöcherung, auch da, wo alle anderen Teile des Zungenbeins ihre Knorpelstructur beibehalten haben, sowie seine Bestandigkeit als leistuugsfahigster Teil des Hyoides aus. Das aus dem 2. Branchialbogen (4: Visceralbogen) hervorgegangene Cornu branehiale II. zeigt-bei der Mehrzahl der Reptilien eine weit vorgeschrittenere Reduction mit haufigem Zerfall in einen ventralen und dorsalen Teil und kann bei nicht wenigen Reptilien in völligen Schwund treten. Auch dieses Hom endet in der Regel, dorsal frei, ist aber in gewissen vereinzelten Fallen mit dem dorsalen Ende des Cornu hyale verbunden.

Hinsichtlich eines genaueren Überblickes sei namentlich auf Gaupp's ausgezeichnete zusammenfassende Bearbeitungen der Ontogenese und Phylogenese des schallleitenden Apparates bei den Wirbeltieren (1899), der Entwicklung des Kopfskeletes (1905) und des Hyobranchialskeletes der Wirbeltiere (1905) verwiesen.

Das Zungenbein bildet zugleich im wechselnder Weise die ventrale Unterlage für die Luftwege (Larynx bezw. Cricoid und' Trachea).

1. Ilhynchoceplialia.

Das Hyoid des einzigen noch lebenden Vertreters dieser Ordnung, Sphenodon punctatus, ist uns namentlich durch die Untersuchungen von Cope (92), Gegenbaur (98), Osawa (98) und Schauinsland (00, 03) bekannt geworden. Der Verband mit dem columellaren Apparat bat insbesondere Günther (67), Huxley (69), Peters (70), ' Baur (87), Gadow (88), Killian (90) und vor AJlen Versluys (98, 03), Schauinsland (00, 03) und Howes and Swinnerton (01) beschaftigt, wie auch Schauinsland, sowie Howes and Swinnerton hinsichtlich der Ontogenese hervorgehoben seien. Göppert (99, 01) untersuchte den Kehlkopf genauer.

Es besteht mit Ausnahme des grösstenteils verknöcherten Cornu branehiale I. durchweg aus Knorpel, der bei ausgewachsenen Tieren zu einem nicht geringen Teile verkalkt ist und ein auffallend dickes Perichondrium besitzt. Der Körper mit dem ganz allmahlich aus ihm hervorgehenden Proc. lingualis tritt gegenüber den Höruern durch Massivitat hervor und liegt dem Larynx und den ersten Trachealringen auf, wobei der eigentliche Körper (excl. Proc. lingualis) den 3. und 4. Trachealring von unten deckt. Das Cornu hyale ist das bedeutendste und langste Horn und steht, von individuellen Ausnahmen abgesehen, mit der Extracolumella in continuirlichem Verband, welcher durch die embryologischen Untersuchungen von Schauinsland und Howes und Swinnerton als ein ursprünglicher erwiesen wurde. Auch lasst sich an ihm ein kleinerer mit dem Corpus verbundener ventraler und ein grösserer in die Extracolumella übergehender dorsaler Schenkel unterscheiden, welche sich im rechten Winkel treffen, ursprünglich separat angelegt sind, im weiteren Verlaufe der Eutwickelung aber mit ■einander verschmelzen. Alles primitive Züge. Das knöcherne Cornu branehiale 1. ist ansehnlich und mit kurzer Knorpelepiphyse versehen. Vom knorpeligen Cornu branehiale II. war bisher nur der lange, mit dem Hinterrande des Körpers continuierlich verbundene ventrale Teil bekannt; doch besitzt Sphenodon auch einen dorsalen Teil, der ganz entfernt von dem ventralen in der Nahe des dorsalen Endes des Cornu branehiale I. sich befindet und einen sehr feinen, fast mikroskopischen und in dichtes Bindegewebe eingehüllten Knorpelstab, wahrscheinlich als Rest einer früheren voluminöseren Entwickelung, bildet.

Das Hyoid von Sphenodon zeigt einen durchaus lacertilen Bau und ist dem gewisser Agamidae (insbesondere Phrynocephalus) sehr ahnlich, wenn auch plumper als bei diesen gestal tet.

Bekanntlich betrachtet die Mehrzahl der Zooiogen die Rhynchocephalia nach dem Vorgange von Günther (67) als besondere Ordnung in der Nahe des Ordo Lacertilia. Einige, z. B. Cope (70, 87, 89, nicht aber 64 und 92), Seeley (74) und Boulenger (89) naherten sie den Cheloniern. Andere dagegen, unter ihnen Cope (64, 92), Peters (70), Huxley (71, 87, 91)' Osawa (98, 99), Beddard (05), reihten sie den Lacertiliern ein oder fanden bei ihnen viele

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