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an diese Ordnung erinnernden Merkmale. Ich hin Anhanger der besonderen Stellung von Sphenodon als letzter lebend zurückgebliebener Vertreter des O. Rhynchocephalia, muss aber hinsichtlich des Hyoides (und anderer Verhaltnisse ihres Baues) ihre sehr nahe Stellung zu den Lacertiliern betonen. Mit dem Zungenbein der Chelonier zeigt das Hyoid von Sphenoden gar keine Ahnlichkeit.

2. Lacertilia (Sauria).

Der Ordo Lacertilia wurde bekanntlich von Stannius (56) in die drei Unterordnungen der Amphisbaenoidea, Kionokrania und Chamaeleonidea eingeteilt, spater von Boulenger (84, 85-87) in die beiden Subordines Lacertilia vera und Rhiptodossa (= Chamaeleonidea), indem er die Amphisbaenoidea als einfache Familie Amphisbaemdae neben der Fam ^Teiidae den Kionokrania einreihte und den ganzen Familiencomplex derselben incl. die Amphisbaenidae als SO Lacertilia vera aufstellte. Versluys (98, 03) wurde andererseits durch seine Untersuchungen über das Verhalten des hyalen Hornes zum columellaren Apparat dazu geführt, den Amphisbaenen wieder einen mehr separaten Platz iin System anzuweisen, und auch andere Merkmale deuten auf eine besondere Stellung derselben hin wenn auch die von Boulenger behauptete Verwandtschaft mit den Teiidae ihre guten Grundlagen hat. Unter den Lacertilia vera sind nach dem Boulenger'schen, inzwischen um eine weitere Familie vermebrten System 21 Familien zu unterscheiden, von welchen die Geckonidae, Eublepharidae und Uroplatidae die primitivsten' reprasenti'eren; die hochstehenden und einseitig spezialisierten Rhiptoglossa enthalten nur die eine Fam. Chamaeleontidae.

Das Zungenbein der Lacertilier ist von zahlreichen Forschern untersucht worden, von denen ist hier nur Cuvier (24 36, 38), Meckel (29), E. Geoffroy St. Hilaire (32), Stannius (56), Calori (57, 58, 61), Salverda (63), Leydig (72), Peters (74, 82), Ficalbi (82), Smalian (87), Walter (87), Hoffmann (89, 90), Cope (92), Versluys (98, 03), Gaupp (99, 05), Beddard (05, 07) und Zavattari (08, 10) nenne; durch Anzahl der untersuchten Arten treten Zavattari, namentlich aber Cope unter ihnen hervor. Die Entwickelungsgeschichte wurde von W. K. Parker (80, 81), Gaupp (98) und vornehmlich Kallius (01) und Versluijs (03) behandelt. Hinsichtlich des Verhaltens des dorsalen Endes des Cornu hyale zum Mittelohr sei auf die hervorragenden Untersuchungen von Versluys (98, 03), sowie die von Cords (09) und Zimmermann (11) hingewiesen. Über die Zunge und ihre Muskulatur handeln vornehmlich Brücke (52), Minot (80), Ludwig Ferdinand Prinz von Bayern (84), Kathariner (94), Oppel (00), Kallius (01), Göppert (03), Gandolti (08), über den Kehlkopf (Cricoid und Nebenknorpel) Meckel (33), Henle (39), Wiedersheim (76, 86), Eug. Dubois (86), Göppert (99, 01), Tornier (04—05), Werner (11), Germershausen (13), V. Schmidt (13) und H. Böker (18). In der Naturgeschichte der Zunge und des Kehlkopfes spielt Chamaeleo die Hauptrolle.

Ich war in der glücklichen Lage, über eine nicht geringe Zahl von Arten, von denen ich einen grossen Teil der Güte von Prof. Max Weber aus den Sammlungen von N. A. M. verdanke, zur Untersuchung zu verfügen. Auf Grund der bisherigen und meiner Beobachtungen gewann ich danach Kenntnis über alle Familien der Lacertidae, mit einziger Ausnahme der Ophiosepsidae, und zwar von 150 Arten (von denen nicht wenige in mehreren Exemplaren), die sich in die einzelnen Familien folgendermassen verteilen:

I. Lacertilia, vera.

1. Geckonidae (24 Arten). 8. Zonuridae (5). 15. Amphisbaenidae (8).

2. Eublepharidae (4). 9. Anguidae (7). 16. Lacertidae (11).

3. Uroplatidae (1). 10. Anniellidae (1). 17. Gerrhosauridae (2).

4. Pygopodidae (1). 11. Helodermatidae (2). 18. Scincidae (19).

5. Agamidae (18). 12. Varanidae (4). 19- Anelytropidae (1).

6. Iguanidae (20). 13. Xantusiidae (2). 20 Ophiosepsidae (0).

7. Xenosauridae (1). 14. Teiidae (7). 21. Dibamidae (1).

II. Rhiptoglossa. 22. Chamaeleontidae (11).

Wie bereits oben bei den Rhynchocephalia angegeben, ist das Hyoid der Lacertilier nach dem gleichen Typus wie bei Sphenodon, aber schlanker gebaut. Dies gilt für den S 0. Lacertilia vera (Fam. 1—21). Der S 0. Rhiptoglossa (Fam. 22) weicht mehr ab und soll erst nach Besprechung der Lacertilia vera behandelt werden.

a. Lacertilia vera (Kionokrania und Amphisba enia).

Das im Grossen und Ganzen recht gracile Hyoid der Lacertilia vera besteht mit Ausnahme des Cornu branehiale I. durchweg aus Knorpel, der bei gewissen Vertretern verkalkte Stellen aufweist. Alle Knorpelteile stehen in der Regel in continuirlichem Zusammenhange; doch kommt es vereinzelt auch zu Abgliederungen und Verbindungen durch Faserknorpel oder faseriges Bindegewebe, selbst zu völligen Trennungen der Teile.

Das Corpus reprasentiert wie bei Sphenodon mit dem vorn von ihm abgehenden Proc. lingualis den mittleren unpaaren Teil. Es bildet eine der Trachea ventral aufliegende quere oder im Winkel nach vorn (rostralwarts) strebende Brücke, welche in dieser Hinsicht, sowie in Lange und Breite recht wechselnde Verhaltnisse aufweist und gegenüber den von ihm

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