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(ói) nabe, der ubngens keme Beweise für seine Ansicht versucht. Diese Deutung lasst sich meiner Meinung nach mit dem Verlaufe des Hornes und mit seinen Muskelverbanden mindestens ebenso gut wie diejenige als Cornu branehiale II. vereinigen, und wird auch durch die Art seines Überganges in den vorn liegenden Hyoidkörper, sowie durch die Erwagung gestützt, dass bei den Rückbildungen des Hyoides der Lacertilier, die sich bei deren schlangenahnlichen Typen finden, in extremen Fallen (Anniella, Dibamus) nur Körper (mit Proc. lingualis) und 1. Branchialhorn, also nach meiner Auffassung die gleichen Teile wie bei den Schlangen, persistieren; das 1. Branchialhorn bei den genannten Lacertiliern allerdings als kürzeres und verknöchertes Gebilde. Dass bei durchgreifenden Reductionen die höhere Ossificationsstufe nicht erreicht wird und die Rückbildung mit dem Knorpelzustande Halt macht, ist indessen eine bekannte Erscheiuung, und die bedeutende Verlangerung des Hyoidhornes der Ophidier

steht mit der Verlangerung des gesamten Schlangenkörpers in Einklang, wobei auch

natürlich nur als Beispiel für die hier bestehenden Wachstumsmöglichkeiten — an die machtigen Verlangerungen des Cornu branehiale II. ventrale innerhalb der Agamidae und Iguanidae gedacht werden kann. Ich halte also zunachst das fragliche Horn der Ophidier für das Cornu branehiale L, erwarte aber erst von einer genaueren ontogenetischen Untersuchung die wirkliche Entscheidung.

Die relativ beste und am meisten normale Ausbildung des Zungenbeines findet sich, soweit bisher bekannt, bei den Colubridae und Viperidae. Hier verlaufen das rechte und linke Cornu branehiale I. in ansehnlicher oder bedeutender Lange annahernd parallel am lateralen Rande der Trachea, enden hinten frei und verbinden sich vorn zu dem ihnen in der Regel annahernd gleich starken, nicht seiten auch etwas breiteren oder schmaleren Corpus, das mitunter in eine kürzere, schmal endende vordere Spitze als Andeutung des Processus lingualis auslauft. Hierfür lasst sich eine förmliche Reihe aufstellen: Vipera ammodytes und danach Bungarus fasciatus mit leidlich langem Proc. lingualis, Naja haje und Tropidonotus natrix (individuell) ohne diesen, aber mit ziemlich breitem Körper, Tropidonotus natrix (individuell), Dipsas, Vipera aspis mit einem den Hörnern gleich starken Corpus und endlich Coronella austriaca (Leydig) mit schmalerem Körper. Die Lange der Hörner ist massig bei Crotalus, ziemlich bedeutend bis sehr bedeutend bei der Mehrzahl der untersuchten Colubridae und Viperidae, vor Allen bei Bungarus (bei Vipera aspis mass ich die Lange in der Ausdehnung von 35—36, bei Naja haje zu 57—59, bei Bungarus fasciatus zu 90—91 Trachealringen). Meist endeten die Hörner hinten nicht in gleicher Lange, auch zeigten sich zum Teil Abweichungen vom parallelen Verlaufe, indem sie bei Naja an ihrem caudalen Ende, bei Bungarus in einer langeren caudalen Strecke zur Berührung kamen und hier zugleich von der Mittellinie unter Drehung der Trachea seitlich abwichen. — Die untersuchten Xenopeltidae und Boidae zeigten einen von hinten nach vorn convergierenden Verlauf der mittellangen Hörner, die an ihrem caudalen Ende ziemlich oder recht weit von der Trachea abstanden und vorn entweder zu einem massig breiten oder schmalen Körper sich vereinigten (Xenopeltis unicolor; Python reticulatus juv., ob individuell 1) oder unter Schwund dieses Körpers auch vorn frei, aber benachbart endeten (Python molurus und P. sebae). — Eine noch grössere Rückbildung bieten die untersuchten Ilysiidae und Typhlopidae dar, indem bei ihnen die gleichfalls rostralwarts convergierenden und haarfeinen Hörner vorn auch nicht zur Berührung gelangten und namentlich bei den Typhlopidae von einer derartigen mikroskopischen Peinheit waren, dass über ihr vorderes Ende an den wenigen mir zur Verfügung stehenden und nicht gut erhaltenen Tieren keine völlige Klarheit erlangt werden konnte; auch zeigten hier die Knorpelfaden eine Abwechselung von dunneren und dickeren Stellen, wohl Kennzeichen einer weit vorgeschrittenen Verkümmerung.

Die Lage der Luftwege zu dem Zungenbein ist eine aussergewöhnliche, indem erstere mit der bedeutenden Verlangerung der Trachea extrem weit nach vorn, mit dem Kehlkopf (Cricoid) und Aditus laryngis bis in den vorderen Teil des Mundes gerückt sind, das Zungenbein aber zurückgeblieben ist. So liegt der vordere Anfang des Hyoides immer um eine ansehnliche Anzahl von Trachealringen (bisher wurden von mir 9—36 gezahlt) hinter dem

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