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mit diesem Fortsatz verschmolzen, wahrend die von da bis zum Hyoidkörper reichende ventrale Strecke — möglicherweise mit Ausnahme des letzten in die Seitenwand des Körpers aufgenommenen ventralen Endes des Bogens — in Rückbildung trat. Shiino scheint diesen Entwicklungsgang bei seinen Embryonen verfolgt zu haben; es ist mir aber nicht ganz klar geworden, wie viel von seiner Darstellung wirklich beobachtet, wie viel von ihm erschlossen worden ist.

Das knöcherne Cornu branehiale I. ist mit dem lateralen Rande des Körpers, mehr vorn bei Crocodilus, mehr hinten bei Alligator, gelenkig verbunden und geht in überwiegend caudaler Richtung nach hinten, wobei es zugleich in seinem weiteren Verlaufe infolge von winkeliger Knickung lateral- und dorsalwarts sich wenden kann. An seinem freien Ende besitzt es eine knorpelige Epiphyse. Beim jungen Embryo besteht es durchweg aus Knorpel üud hangt continuirlich mit dem Seitenrande des Körpers zusammen (Shiino).

Das knorpelige Cornu branehiale II. ist, wie schon angegeben, wohl in den beiden kurzen Hervorragungen des hinteren Randes des Körpers zu finden.

Das Verhalten des Hyoides zu den Luftwegen nahert sich den Beziehungen bei den Cheloniern, indem der ausgedehnte Hyoidkörper dem Kehlkopf (Cricoid) ausreichenden Schutz gewahrt; das Zungenbein ragt sogar vorn betrachtlich über das Cricoid vor, indem die Lage der Stimmritze ungefahr der Abgangsstelle des 1. Branchialhorns entspricht. Schon Cuvier (24) hat angeführt, dass der Zungenbeinkörper der Crocodile die Functionen des Thyreoides und der Epiglottis der Saugetiere erfülle, und Goppert (03) hat den damit zum Teil gegebenen Schutz gegen Eindringen von Wasser in die Luftwege genauer erlautert. .Natürlich ist hierbei an keine morphologische Vergleichung mit Thyreoid und Epiglottis derMammalia zu denken. Ob die erhebliche rostrale Vorragung des Hyoidkörpers über den Kehlkopf einer secundaren Vergrösserung des ersteren oder einem Zurückbleiben bezw. Zurückweichen der Luftwege seine Ausbildung verdankt, dürfte vielleicht durch die genauere ontogenetische Untersuchung dieses Verhaltnisses zu entscheiden sein.

Im Ganzen kennzeichnet sich das Hyoid der Crocodilier als ein Gebilde, welches sich durch frühe Trennung des Hyoidbogens in seinem ventralen Gebiete, secundare Verbindung des oberen Teiles mit der Mandibula und durch völliges Aufgehen des ventralen Endes in den Körper bezw. durch ganzlichen Schwund dieses Endes von dem Ausgangspunkte seiner Entwickelung weit entfernt hat. In seiner geweblichen Textur hat es die ursprünglichen Zustande mehr gewahrt. Der Körper des Hyoides hat sich vergrössert, alle anderen Teile haben * sich vermindert und, abgesehen vom 1. Branchialhorn, ihre Selbstandigkeit dem Körper gegenüber eingebüsst. Hierdurch steht das Zungenbein der Crocodile von denen der anderen lebenden Reptilien entfernt und auf einsamer Höhe. Mit clem Hyoid der Chelonier hat es sehr wenig gemein, mit dem von Sphenodon und den Lacertiliern nicht viel mehr; doch deuten einzelne Züge, z. B. auch das Verhalten des Cornu branehiale II., darauf hin, dass seine Wurzel der Wurzel der beiden zuletzt erwahnten Reptilienordnungen etwas naher stand als derj enigen der Schildkröten.

6. Zusammenfassuiijp

Unter den lebenden Reptilien nimmt das Zungenbein von Sphenodon auf Grund der allerdings nicht immer vorhandenen ursprünglichen Erhaltung des Hyoidbogens die primitivste Stelle ein, steht aber in der ziemlich weit vorgeschrittenen Rückbildung des dorsalen Absehnittes des Cornu branehiale II weiter von seinem Ausgangspunkte ab als die primitiveren Lacertilier, von denen die Eublepharidae und Xantusiidae dieses Horn entweder in seiner Vollstandigkeit oder nach der Trennung in den ventralen und dorsalen Teil in diesen beiden Abschnitten in einer Vollkommenheit gewahrt haben, welche allen anderen lebenden Reptilien abgeht und selbst Anklange an die Verhaltnisse bei den Amphibien erkennen lasst. Unter den Lacertiliern bieten die primitiveren Geckonidae,- Eublepharidae und Uroplatidae, sowie die Amphisbaenidae auch noch eine Verbindung mit Teilen des columellaren Appa-

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