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Man hat auch die Frage aufgeworfen, ob die Schüler überhaupt ermüdet werden dürfen, „dürfen sie so lange zum Arbeiten angehalten werden, bis sich deutliche Spuren der Ermüdung zeigen, vor allem Müdigkeitsgefühl und ROckgang der Arbeit?" (Offner: Die Ermüdung;. S. 79 ff). Die Frage ist zu bejafieit, wenh man die allgemeinen und individuellen Grenzen der Ermüdbarkeit beachtet. Mit einem gewissen Recht erblickt Offner in dem Arbeiten untef einem gewissen „Druck der Ermüdung" ein gutes Mittel zur Willensbildung und Selbstüberwindung; wer nie gegen Ermüdung angeht, erffthrt nie recht, welches Mass von Kraft in ihm steekt. Ich mOchte das aber nur im Sinne einer gelegentlichen Anspornung der Krftfte des Schülers über das gewöhnliche Mass hinaus gelten lassen; als ein taglich angewandtes Prinzip würde es mehr Schaden als Nutzen stiften. Es ist etwas anderes, die Krafte des Schülers' bis zur Ermüdung auf das intensivste anzuspahnen, als sie in der Ermüdung anzuspannen, und-in diesem Punkte muss ich Offner widersprechen, der geradezu eine Bildung des Willens durch Ermüdungsarbeit empfiehlt. Dagegen ist Offners Forderung einer Erziehung zur Geisteshygiene sebr zu beherzigen, wenn man darunter versteht, dass der Schüler frühzeitig lernt, höchste Anspannung seiner Geistes- und Körperkrafte mit vernünftigem Haushalten mit der Gesundheit zu verbinden.

E. Meumann.

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