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ZUR EINFUHRUNG.

In den letzten Monaten des Jahres 1916 las ich mit einigen Studenten das altpreussische Enchiridion Abel Wills. Diese Uebungen veranlassten mich, micb eingehend mit den Problemen der altpreussiscben Laut- und Flexionslehre zu beschaftigen. Jeder, der je Altpreussisch studiert hat, wird verstehen, dass dabei manche neue Hypothese bei mir aufkam, und dass ich oft die Meinungen meiner Vorganger als nicht genügend begründet ablehnen musste. Die altpreussischen Texte und das sonst überlieferte Material geben uns namlich ein so unvollstandiges und so unklares Bild der altpreussischen Sprache, dass wir sehr oft über Vermutungen nicht hinauskommen. Jeder neue Untersucher wird etwas Neues finden; eine endgültige Lösung aller grammatischen Probleme wird aber noch lange zu den pia vota gehóren.

Die Ergebnisse meiner Untersuchungen bilden den Inhalt dieses Buches. In einigen Kapitein gebe ich ganz neue Deutungen und Hypothesen (z. B. im 1. und 8. Kapitel), in andern vervolktandige und korrigiere ich die Forschungen anderer (z. B. im 4. Kapitel); die Kapitel 2und3führten mich bloss zu dem negativen Ergebnisse, dass die bisher f ür die samlandische Vertretung von a und ö aufgestellten Regeln nicht ganz richtig sind.

Sehr oft wird die Beurteilung des vorliegenden Materials dadurch erschwert, dass wir nicht wissen, ob eine Form oder Satzkonstruktion des Enchiridions der samlandischen Sprache, so wie sie im 16. Jahrhundert gesprochen wurde, angehört hat, oder aber vom Uebersetzer Abel Will in Abweichung vom Sprachgebrauche verwendet worden ist. Dasselbe gilt für den 1. Katechismus und in geringerem

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