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von semmë 12). Bezzenberger KZ. 41, 79 möchte in aulausë, „falls sein ê nicht fehlerhaft ist", einen ahnlichen Instrumental erblicken wie in semmë. Das ist sehr unwahrscheinlich. Wie zufallig ware es, wenn speziell die «-Klasse die alten Instrumentale bewahrt hatte, und wenn gerade bei den zwei einzigen Instrumentalon auf -en die in unserm Texte sehr seltene Ersetzung des n durch — vorliegen solltel

Eine zweiteFormkategorie, wo das -eunverandertgeblieben ist, bilden m. E. die Prasensformen auf -ë (aus -ët), die im Altpreussischen nicht bloss für die 3. Person Singular und Plural, sondern auch für die 1. und 2. Pers. Sing. gebraucht werden. Das Material führt Bezzenberger KZ. 41, 89 ff. an : budë „wachen", dergë „hassen", druwë „glaube,glaubst,glaubt, glauben", av-scnaudë „traut", pa-shclë, pa-skollë „ermahne", en-waekë „rufen an", prei-waekë „beruft", wargë „ist leid, gereut" (89), milë „liebt, lieben" (91), billë „sagt, spricht, heisst", quoitë „will, wollen", po-quoitè-ts „begehrt", stallë „steht, stehen", per-stallë „stehen vor" (99). S. 116 werden einige dieser Formen in konjunktivischer Bedeutung erwahnt, ausserdem noch seggë „tun", seg§ „tue". Für die S. 99 genannten Formen geht Bezzenberger vor -ëi(t) aus, für die übrigen, im Anschluss an Zubaty Indogerm. Forsch. Anzeiger 16, 57, von -êja(t) 13). Auf eine ahnliche Weise führt Bezzenberger S. 107 f. das -ë der Praterita billë „nannte", is-migë „entschhef", wedde „führte" auf ë-je(t) zurück, ebenso S. 108 f. bêi, bei, bhe (je einmal) „war" auf *bëje(i).

Die Bezzenbergersche Erklarung der Verbalformen auf -ê wurde von Trautmann unverandert akzeptiert: s. S. 278, 282, 284 f., 290 seiner „altpreussischen Sprachdenkmaler". Trotzdem kommt sie mir sehr wenig plausibel vor. Wenn *bëje(t) an zwei von den drei Stellen, wo Bezzenberger und Trautmann eine Fortsetzung dieser Form annehmen, seinen Diphthong bewahrt hat, ist es mir absolut unverstiindlich, weshalb bei allen andern Formen auf balt. -ëje(t), -ëja(t) das i spurlos geschwunden sein sollte, zumal weil wir für all diese Formen eine starkere Satzbetonung voraussetzen durfen

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