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den Formen madli „bitte, bittet", schlüsi „diene", griki-si „versündigen sicb" gegenüber. Wenn die Prasentia auf -é jüngeren Ursprunges sind, so werden sie in erster Linie altere i- und ê;a-Prasentia verdrangt haben.

Nun hat allerdings Bezzenberger KZ. 41, 88 maita und dwigubbü wegen ihrer Endbetonung zur ö/a-Klasse gestellt. Dabei erinnerte er an altlit. waiksczio, nesché u. dgl. neben domoi usw.; die Formen mit bewahrtem und abgefallenem -i sollen beide nebeneinander in apr. kelsai: kaltza „lauten" vorliegen. Dagegen bemerke ich, dass der aus dem Altlitauischen und auch aus neulitauischen Mundarten 17) bekannte Abfall von -;' nach o (aus a) nicht ohne Weiteres auch fürs Altpreussische angenommen werden darf. Diese Sprache hat absolut keine Abneigung gegen auslautendes -ai, -ai. Zwar begegnen uns in einigen Formkategorien die Endungen -ai und -a, -a nebeneinander (mensai: mensa N. Sg., ni-swintinai: ni-swintina 3. Pers. Pras.), aber hier liegen je zwei verschiedene Endungen vor, und -a, -a ist nicht auf lautlichem Wege aus -ai entstanden. Etwas Aehnliches wird bei kaltza'. kelsai der Fall sein: kaltza ist eine Form der a-Konjugation (vgl. lit. zmo, apr. bia, per-banda), kelsai eine Form der ö/a-Konjugation (vgl. lit. kovója, apr. et-trai „antworten", peisai „schreiben"); ein ahnliches Nebeneinander liegt bei lit. bilója: altlit. Ulo 18) vor. Auch ebsigna: signai sind vielleicht ebenso aufzufassen. Berneker, Bezzenberger und Trautmann erblicken in diesen beiden Formen Praterita; ich halte es aber für wahrscheinlich, dass ebsigna ebenso wie das ihm unmittelbar vorangehende lasinna eine Prasensform ist (bhe lasinna rankan nodins \ bhe ebs[t\gnadins, bei Trautmann S. 69, 34 f., „vnd leget die hende auff sie | vnd Segenet sie"), wahrend ich nicht entscheiden kann, ob signai (S. 67, 7) ebenfalls Prasens ist oder Prateritum (Deiws

teikü .... teiku .... teiku .... signai billats . .

„Gott Schuff schuff schuff .... segnet

.... sprach . ."). Umso weniger dürfen wir uns durch die Endbetonung

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