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Sicherheit nachweisbaren urbaltischen Kasusformation sein soll te.

Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, dass der Kasusgebrauch nach sen nicht so bunt war wie man aus Trautmanns S. 81 f. zitierten Worten schliessen würde: sen regiert den Dativ und Akkusativ, einen Instrumental werden die Nomina der historischen altpreussischen Periode kaum mehr besessen haben. Bezzenbergers Bemerkungen BB. 23, 304, KZ. 41, 80 f. 11 *) und Trautmanns Paragraphen 113 g (S. 211 f., über die Rektion von sen) und 130 (S. 226 f., über den Instrumental der a-Stamme) bedeuten einen Rückschritt Berneker gegenüber, der S. 197 zwar isspresnan als eine Instrumentalform betrachtete, diese Form aber bloss als einen Kasusrest, nicht als den Vertreter einer in der Sprache noch als solche existierenden Kategorie betrachtete.

Das Indogermanische besass bekanntlich neben dem nur aus dem Balt. und Slav. bekannten Instrumentalausgang -am in gleicher Funktion die Endung -a: ved. dhira usw., — und in einem Teil der germanischen Sprachen hat diese Formation die Funktion des Dativs übernommen: ahd. gebu, as. gein, an. gjqf. S. u. A. Streitberg Urgermanische Grammatik 237, Janko Soustava dlouhych slabik koncov^ch v staré germans tiné 56 ff., Brugrnann Grundriss 21, 2, 190. Dagegen liegen alte Dativformen auf idg. -aï in got. gibai, ags. giefe vor; s. Streitberg aaO. 237, Janko aaO. 255 f. (Idg. Forsch. Anz. 15, 262), Brugrnann aaO. 168 f. Für eine altere Sprachperiode haben wir diese beiden Bildungen nebeneinander anzunehmen, zuerst natürlich in verschiedener Funktion; allmahlig aber wurden die Funktionsunterschiede verwischt. Wenn wir nun im Altpreussischen neben dem Dativ auf -ai (perdasai „Ware", alhinisquai „Kummer"; von Adjektiven: prabuskai „ewig", wissai „ganz") in gleicher Funktion einer Formation auf -ti begegnen (kanxiisku „Zucht", spariisku „Starke", reddisku „falsch", smünenisku „menschlich"), so liegt die Vermutung nahe, dass das Altpreussische, das ja bei den Nomina

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