Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

KAPITEL VIII.

Altpreuss. stas und tans, tans.

Das altpreussische Pronomen stas, das als Artikel, als Pronomen der „Der-Demonstration" („der, dieser") und als Personalpronomen der dritten Person („er") auftritt, wird gewöhnlich als ein Mischungsprodukt zweier Pronominalstamme aufgefasst: der erste soll idg. «-Anlauthaben, wahrend der zweite der indogermanische Stamm *to- (ai. tam, gr. tóv, got. jban-a, lit. tas, tac, abg. tu) sein soll. So meint Berneker Die preussische Sprache 198, stas sei „aus einer Verschmelzung der idg. Pronominalstamme *ko- und *to- entstanden"; er setzt *kto- an und glaubt, dass dieser Stamm auch im lit. sztdi „siehe hier" stecke. Brugrnann, auf dessen Grundriss (2, 770) Berneker aaO. verwiesen hatte, hat sich seinerseits in seiner spateren Schrift „Die Demonstrativpronomina der indogermanischen Sprachen" (1904), S. 39, wo er lit. s'zls, szitas „dieser", sztdi „sieh hier", lett. schis, preuss. stas nebeneinander anführt, auf Berneker aaO. berufen, so dass wir annehmen dürfen, dass er die Annahme von *kto- auch damals für richtig hielt. Und auch im zweiten Drucke des Grundrisses 2, 1 2, 322 (1911) nimmt er für lit. sztdi, apr. stas einen Stamm *k-to- an. Trautmann 260 vertritt dieselbe Ansicht. Er fügt die Bemerkung hinzu, dass *kto- durch Kombination von *1ceund *tejto- entstanden sei.

All diese Forscher haben sich in ein und demselben Punkte geirrt: die litauische Interjektion sztdi ist aus szitai entstanden, welche Form mit der Bedeutung „sieh hier" in altlitauischen Texten widerholt vorkommt: s. Bezzen-

Sluiten