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germanischen Typus zurückgehen. Auf altpreussischem und auf lettischem Boden drang nun das i der 1. Pers. Plur. bezw. der 1. und 2. Pers. Plur. auch in gewisse thematische Prasentia ein.194) Daneben kommt im Lettischen auch die umgekehrte Entwicklung vor, d. h. die thematischen Formen verdrangten die t-Formen; ebenso verfuhr die litauische Sprache. Im Preussischen wurde -imai die ausnahmslose Endung der proparoxytonierten thematischen Formen. Weil nicht alle Verba etymologisch klar sind, wissen wir nicht immer, ob -imai alt oder sekundar ist. Ein paar Formen mit sekundarem -i- sind wohl immimai und er-sinnimai, po-sinnimai.

Dem preuss. Prasens imma entspricht litauisches ïma, abg. imelë (j-ïmetu). Der einfachste Weg, diese Formen zu erklaren, ist wohl dieser: dass wir einen balt.-slavischen Prasensstamm *ime-, *imo~ (aus idg. *eme-, *emo-) annehmen. Die« Hypothese Bezzenbergers KZ. 41, 95, dass in imma ein Stamm *imna- stecke, kann nach meiner Ansicht daneben nicht in Betracht kommen. Höchstens könnten wir vermuten, dase balt.-slav. *ime\o-, idg. *,me\o- aus noch alterm *cmne\o- entstanden sei; das ist aber Bezzenbergers Meinung nicht. Er führt imma auf ein noch in das Preussische hereingekommenes *imna zurück, dessen n das a vor dem Üebergang in einen labialen Vokal geschützt haben soll. Dabei wird der Stamm *imna- von dem für immimai, ebimmai angenommenen Stamm *imï-: *imai- oder *imnï-: *imnai- getrennt. Das sieht mir allzu phantastisch ausl Wenn wir nach dem einfachen Rezepte arbeiten, welches vorschreibt, zunachst die Formen der nachstverwandten Sprachen zu vergleichen, so identifizieren wir imma (das formell eine 3. Person Sing. sein wird; diese wird ja oft für die 1. Pers. gebraucht ,9s)) mit lit. ïma, abg. ime-tü. Immimai hat infolge der Proparoxytonesis die Endung -imai angenommen, und -immai wird zu immimai gebildet sein unter dem Einflusse anderer Formpaare dieser Art. Für diese Auffassung spricht auch die 2. Pers. Plur. immati.

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