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31) S. Berneker 139 f., Trautmann 121 f., 134. Anders Endzelin Arohiv f. slav. Phil. 32, 292, der m. E. ohne genügenden Grund betten und rekiau (NB. auch der Nomin. rekis kommt vor) als Fehler betrachtet. Dass bloss das ursprüngliche i, nicht auch das aus ë entstandene i diphthongiert worden ist, wird möglicherweise einem kleinen Lautoder Intonationsunterschiede der beiden i-Vokale zuzuschreiben sein. Auch in II und Ench., wo ë ohne jeden Zweifel zu i geworden ist, begegnet uns ei aus ursprünglichem ï und nur aus diesem.

32) Soviel ich weiss, ist im Enchiridion ausser martin, waispatlin (s. S. 32) nur éin Akkusativ eines /«-Stammes überliefert, und zwar krawian „Blut". Diese Form hat wohl -ian anstatt -ien nach dem Nom. Sg. kraivia. — Angesichts der Uebereinstimmung im Geschlechte zwischen Vokab. crauyo, Enchir. krawia und II mayiey krteuwiey (Dativ Sing.) kommt es mir wahrscheinlich vor, dass das Wort für „Blut" im Altpreussischen stets als weiblicher /«-Stamm auftrat. Die mannlichen bezw. sachlichen Pronominalformen 31, 26 (een swaiasmu .. krawian „mit seinem . . blut"), 49, 13 (krawian I kas perwans pralieiton wirst „Blut | Das für euch vergossen wirdt"), 13, 28 (mayiey krauwiey | ka per wans praliten uHrst; II), 7, 27 (maian kraag en | kha perwans pal tetan werst; I) halte ich für verfehlt (vgl. sta Druwi \ kas 41, 19; s. S. 31). Allerdings könnte ka, Ma an den zwei letzten Stellen eine auch im lebendigen Sprachgebrauch für die drei Geschlechter gebrauchte Form sein: vgl. russ. cto. — Anders Trautmann 236 f.

33) Auch vor Berneker waren von der Leskienschen abweichende Meinungen ausgesprochen worden. S. Bezzenberger BB. 23, 304.

34) Eine Ausnahme macht Endzelin Slav'ano-baltijskie et'udy 181 ff. Die Meinungen Bernekers, Trautmanns und Brugmanns werden dort bekampft und abgelehnt, und E. akzeptiert Leskiens Ansicht, dass apr. mien, tien, sien = abg.

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