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160) Es ist dies die sogenannte fünfte Ausgabe der litauischen Bibel. Der Text geht zurück auf die von L. J. Rhesac.s. in den Jahren 1810—'16 bearbeitete Redaktion der Bibel von 1734/5.

161) S. S. 122 ff.

162) Weil das Preussische und das Litauische nicht dieselben Kasusausgange haben, führe ich die Stammform an.

163) Bekanntlich kommen pronominale Genitive Plural sehr oft mit Singularbedeutung vor: steison neben stessei usw. Bei keinem andern Pronomen werden die Formen auf -son so oft für den Singular gebraucht wie bei tans, tans. Nur einmal kommt tennessei vor, und zwar im Enchiridion (na tennessei pallaipsans „nach seinen Geboten"), sonst im Ench. stets tennëison, tennëison, in I tanassen (1 X), in II tanassen (1 X). Diese Formen auf -en sind auffallig. Wenn wir daran denken, dass „unser" in II achtmal nouson und nie anders, in I fünfinal nuson, einmal nusun, einmal nusan, einmal nusen lautet, wahrend tanassen, tanassen an der einzigen Stelle wo es vorkommt in den beiden Katechismen auf -en ausgeht, so ist die Frage berechtigt, ob dieses tanassen, tanassen formell vielleicht etwas anderes ist als ein Genitiv Plural. Ich halte das nicht für unmöglich: ich glaube, dass es ein vom Genitiv Singular aus gebildetes Pronomen possessivum sein kann. Bekanntlich liegt auch dem possessiven Fürworte der 1. und 2. Person Plural der Genitiv des Pron. pers. zugrunde; vgl. auch das zum russischen Genitiv Plural ich gebildete ichnij. Das preussische katanassen asch, katanassen hest übersetzt das deutsche „was sein (seyn) ist" ; die Uebersetzer dürften hier sein (seyn) als possessives Pronomen aufgefasst haben. Das einzige, was bei dieser Auffassung auffallig bleibt, das ist der Auslaut -en in I. In II kommt -en für -an widerholt vor; in I ist ein solches -en sehr seiten, aber es gibt jedenfalls ein paar Falie, und zwar ausser nusen (Nusen rickis „Vnser herr"; daneben einmal nusan; sonst nuson und einmal nusun)

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