Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

°e?ner der subjektiven Möglichkeit historischer OewiBheit sind die Vertreter der allgemeinen Skepsis. Zwar haben dieselben bei Verteidigung Uires Systems weniger geschichtliche Erscheinungen vorgebracht, als Erscheinungen der Natnrwelt. Den Skeptikern ist dieselbe Antwort zu geben die man in der Erkenntnislehre auf die Einwfirfe des Skeptizismus im allgemeinen erteut. Zudem ist im besondern noch hinzuweisen auf die innere Unmöglichkeit, daB alle Menschen die an sich unübersehbare Menge von Personen und Ereignissen der Oeschichte auf dieselbe Weise erfinden und auffassen.

2. Die objective Möglichkeit historischer OewiBheit.

34. Die objektive Möglichkeit sicherer historischer Erkenntnis folgt notwendig aus der subjektiven. Ist namlich von seiten des Subjektes die Möglichkeit gegeben, das historische Objekt zu erfassen, so liegt von seiten des Objektes — seine Existenz vorausgesetzt — die Möglichkeit vor, von den Menschen erkannt zu werden; denn das historische Objekt, wie es von uns verstanden wird, überschreitet nicht den Umfang der möglichen Objekte des menschlichen Erkenntnisvermögens. Gleichwohl gibt es eine Reihe von Oegnern, welche diese objektive Möglichkeit sicherer historischer Erkenntnis in Zweifel ziehen und die als Vertreter eines partiellen historischen Skeptizismus gelten mussen. Sie scheiden sich in zwei Klassen, je nachdem sie dem geschichtlichen Objekt selbst die Erkennbarkeit absprechen, wie die Idealisten, oder nur den objektiven Erkenntnismitteln, vor allem den Quellen der Überlieferung, eine genügende Erkennbarkeit nicht zuerkennen.

35. I. Zur ersten Klasse gehören also die Anhanger des Idealismus. und zwar sowohl des kntJschen Idealismus eines Kant, der die Formen der trkenntms wie auch des absoluten Idealismus eines Fichte, Schelling. Heeel der auBer den Formen auch den Stoff der Erkenntnis zum denkgesetzlichen' Gebilde unseres Oeistes gestaltete. Besonders im AnschluB an den altern krftischen Idealismus ist in neuerer Zeit von einigen Philosophen ein gemaBigter Oeschichtsideahsmus ausgebildet worden, so von QSimmeL WWindelband, n Kicken, OMehlis u. a. '

Der Idealismus im allgemeinen findet ebenfalls seine Widerleeunein der allgemeinen Erkenntaiskntik. Dem Oeschichtsidealimus im besondern ist entgegenzuhalten, daB die Annahme eines eigenen Oegenstandes der Geschichte unmoghch wird, wenn der erkennende Oeist den Erfahrungsstoff wesentiich f»^°1eru U2formVf5merLdaB der vorzügliche Gegenstand der Geschichte Individualobjekte sind die aber in ihrer Besonderheit durch kein apriorisches Wissen bestimmt werden können, schlieBlich daB als wesentliche Aufgabe der Geschichte gefordert wird, die Zusammenhange der Tatsachen, deren Erkenntn!Lh -hlst0^^Xn-these »usn»»cht, frei von jeder apriorischen Zutat in ihrer remen Objektivitat zu erfassen.

^ u ?uïl zJwei,t?n Klasse gehören besonders jene Oegner, welche die S2S«»wttta^ °der dCS Z«—hangest

i- *\ A?efstc$l ""«nn'&faltiger Widersprüche und einer gewissen Unzuverlass.gkeit der Überl eferung glaubten bereits einige altere Schriftsteller eme sichere Erkennbarkeit der Vergangenheit in Abrede stellen zu mfissen so fteTöc„T Nttestm^ «en» Sdnift De Incertitudine et vanitate srientiamm Mfi ',fPH erf'^fl<y^ ZT Teil in dem Di<*ionnaire historique et critique iRprn iU"nJ,ndere/a5Z0?,sd!!! Autoren: L'histoire n'est q'une fable convenue (Bern. Ie Bouvier de Fontenelle?).

.„,u bJ tlierher gehort zum Teil auch die Auffassung [ener, die aus der Tatsache, daB es unter den geschichtlichen Quellen viele Falschungen gib" den

Sluiten