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111. 3) Die in Schriftzügen niedergelegte Überlieferung. Sobald die mündliche Überlieferung in die schriftliche Tradition übergeht, gehort sie dieser an, wiewohl ihr eigener Charakter bei der Kritik ihrer Glaubwürdigkeit stets in Anschlag zu bringen ist. Nach dem Material und der dadurch bedingten Schreibart unterscheiden wir die schriftliche Überlieferung in

a. eine Überlieferung durch Mei Bel n, GieBen, Pragen, Einritzen oder dergleichen Verfahren. Sie umfaBt einerseits die

a) Inschriften, die uns in auBerordentlich groBerZahl besonders aus dem Altertum erhalten sind. Nur zum geringen Teil befinden sich diese heutigentags an ihrem urspünglichen Standort, sie sind zum gröBten Teil in Museen und private Sammlungen übergeleitet worden. Inhaltlich erstrecken sich z. B. die klassischen Inschriften auf alle Gebiete des Staats- und Privatlebens im weitesten Umfange von den staatlichen Vertragen und Gesetzen, behördlichen Akten bis hinab zu den Aufschriften auf Lampen und TrinkgefaBen und den Fabrikzeichen auf irdenen GefaBen und Backsteinen; sehr zahlreich sind die erhaltenen Grabinschriften.

b) die mit Schriftzügen versehenen M ü n z e n, Medaillen, S i e g e 1, Wappen.

112. b. die Überlieferung durch Schreiben, und zwar

a) die Überlieferuug auf fes ten Stoffen, z. B. auf Stein, Kalkwanden (Dipinti, Graffiti), auf Thon (Ostraka) und dgl.

b) die Überlieferung auf eigentlichen Schreibstoffen (schriftliche Überlieferung, schriftliche Denkmaler). Sie umfaBt z. B. die Überlieferung auf Wachstafeln, auf Papyrus, Pergament, Papier sowohl in Form von Blattern als von Rollen oder Büchern, ferner die gedruckte Überlieferung in ihren verschiedenen auBeren Formen.

Tabelle der Quellen.

113. I. Nach dem Ursprung:

1. göttliche.

2. menschliche: 1) unmittelbare (urspriingliche, primare).

2) mittelbare (abgeleitete, sekundare).

II. nach der Stellung des Urhebers:

1. öffentliche. 2. private.

III. nach der Beziehung zur Religion (Kirche):

1. religiöse, sakrale (kirchliche): 1) einheimische. 2) fremde.

2. profane.

114. IV. nach der Seinsverbindung zwischen Quelle und historischem Objekt:

A. sachliche (dingliche, stumme) Quellen oder virtuelle Zeugnisse (Überreste):

1. Überbleibsel oder Überreste im engern Sinne.

1) körperliche Überreste von Menschen.

2) Überreste von Haustieren und Kulturpflanzen.

3) Spuren klimatischer und geographischer Verhaltnisse.

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