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137. 3. Bestand der Bibliotheken und ihre Kataloge. Zu schneller Orientierung dienen u. a. PSchwenke, Adrefibuch der deutschen Bibliotheken 1893'; Das Jahrbuch der deutschen Bibliotheken 1902 ff; LTraube, Vorlesungen u. Abhandlungen 1 (1909) 114 ff; Serapeum 1840—71; Zentralblatt für Bibliothekswesen 1884 ff mit Beiheft Bibliographie des Bibliotheks- u.Buchwesens (AHortschansky) 1905 ff; Minerva 1891 ff; fiber Handschriftensammlungen und -kataloge s. auBerdem noch WWeinberger, Catalogus catalogorum. 1902 und Beitrage zur HssKunde 2 (1909); FBlaB in JvMüllers Handboek 1 2 (1892) 350 ff.

138. 4. Elnige Winke für Bibliotheksbeniifcter: 1. AUS BilligkeitSgrÜllden und

zur Vermeidung von Unzutraglichkeiten halte man sich streng an die Regelordnung der betreffenden Bibliothek.

2. Beim Bestellen von Büchern schreibe man genau den Titel auf mit vollem Namen und Vornamen (wenigstens mit Anfangsbuchstaben) des Verfassers samt Ort und Zeit des Erscheinens, bei Zeitschriften die Bandzahl und den Jahrgang.

3. Bei Zweifeln scheue man sich nicht, bei den zustandigen Beamten um Rat zu f ragen. Man spart so viel Zeit beim Suchen und erhalt oft wertvollen AufschluB.

§ 2. Die Archlve.

139. Lit.: FALöhrer, Archivlehre 1890; MBar, Leitfaden für Arckivbenützer 1896; HBreBlau, Handbuch der Urknndenlehre für Deutschland u. ItaUen \2 (1912); FEhrle SJ, Historia bibhoth. Rontanorum pontificum etc 1 (1890).

t. Zur Oeschichte der Archlve. Unter Archiven (aQ%eïov = Amtshaus, Statte der behördlichen Schriften und Urkunden) verstehen wir die Aufbewahrungstatten der Urkunden (im weitern Sinne). In At hen war in alterer Zeit das Metroon (Tempel der f*^rt]Q imv Semv\ in Rom der Saturntempel zwischen Forum und Kapitol der Sammelort für die öffentlichen Dokumente. Neben diesem gab es auch Privatarchive für religiöse Körperschaften, Familien usw. Das öffentliche und private Urkundenwesen wurde im römischen und spater im byzantinischen Kaiserreich immer sorgfaltiger ausgestaltet. In den altesten Christengemeinden schlossen sich die Archive mit den Urkunden über Disziplin, Martyrien, Vermogen, Verwaltung usw an die Kirchen (Apsis) an. Aber erst seit Kpnstantin konnte das kirchliche Archivwesen sich ungestört entwickeln. Von Damasus (366-84) an mehren sich die Zeugnisse über die papstIichen Archive. Der erste Sitz des papstlichen Archivs scheint in der Basilica des hl. Laarentias in Damaso gewesen zu sein. Innozenz III lieB 1198 neue Gebaude bei St Peter für Kanzlei und Archiv errichten.

2. Den kirchlichen und klösterlichen Archiven des Mittelaiters wurden vielfach auch Urkunden von Fürsten, Stadten, Privaten anvertraut. Ein standiges königliches Archiv beginnt in Frankreich erst unter Philipp August (1180—1223), in Deutschland unter Kaiser Sigismund (1410—37). In der Folgezeit wurde das Archivwesen bei staatlicheii, kirchlichen, stadtischen Behörden, bei Körperschaften, Privaten immer reicher und in der Neuzeit auch systematischer ausgebildet. Durch Kriege, durch Vererbung und Linienteilung hat im Laufe der Jahrhunderte eine groBe Verschiebung der öffentlichen und

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