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auBern Form von sicher beglaubigten Quellen desselben Autors oder derselben Zeitperiode inbezug auf die vorhin genannten Momente widerspricht. Selbst ein geschickter Falscher verrat sich gewöhnlich durch die Ubernahme kleiner Fehler aus seiner Vorlage (meist einem Druck).

■ j00'* ist bei Anwei,dung dieser Regel eine gewisse Vorsicht notie weil derselbe Autor in seinen Zeugnissen nicht immer dieselbe Form befolgt bo ist z. B. bei manchen Autoren der Stil nach der Art seiner Werke verschieden, vgl Tadtus in den Historiae und im Dialogus, Ooethe im altern und jungern Faust.

239. 2) Eine Quelle ist wahrscheinlich echt, wenn sie in keiner Weise inbezug auf den Inhalt den örtlichen, zeitlichen, kulturellen Verhaltnissen, innerhalb deren sie angeblich entstanden ist und soweit uns diese aus echten Quellen bekannt sind, widerspricht Die Echtheit gibt sich oft schon durch die greifbare Unmittelbarkeit und plastische Anschaulichkeit kund, die auf Schrift und Tritt uns den unmittelbareii Augenzeugen und seine Bekanntschaft mit Personen, Tatsachen, Anschauungen Oebrauchen verraten.

Negativ ausgedrückt lautet die Regel: Eine Quelle ist wahrscheinlich unecht, wenn ihr Inhalt und Gedankenkreis mit den Tatsachen oder Verhaltnissen der angeblichen Zeit, des angeblichen Ortes, der angeblichen Kulturperiode nicht übereinstimmt. ■ LAuj Gr"nf? dieser Re£el kennzeichnen sich z. B. manche Martyrerakten als echt durch die groBe Oenauigkeit der in ihnen enthaltenen prosopographischen, topographischen, chronologischen, kulturellen Einzelheiten, ferner durch die Einfachheit und Unmittelbarkeit der Schilderung, durch das Fehlen von auBerordenthchen, wunderbaren Begebenheiten. Über den Erweis der Echtheit der Evangeliën aus ihrem Inhalt s. die Kommentare von JKnabenbauer SJ.

., .Be*der Anwendung der zweiten Regel ist ebenfills eine gewisse Vorsicht zu empfehlen, da innere Widersprüche sich auch in echten Quellen mfolge von Nachlassigkeit oder Zerstreuung der Urheber finden können. Namentlich ist Vorsicht bei postumen Werken geboten, die oft nicht weniee UnregelmaBigkerten bieten, wie manche aus Schulheften edierte Schriften des Anstoteles (Birt 217 f) die durch Philippos von Opus herausgegebenen Gesetze des Plato usw. Manchmal ist auch die Möglichkeit zu berücksichtigen daB ein Autor eine zwei- oder mehrfache Redaktion seiner Schrift vornahm. so iüx °£"kO Se'"e Wolken' TertuUian för se'n Apologeticum, Eusebios

240. 3) Eine Quelle gilt als unecht, wenn sicher bekannte und nicht übergehbare Tatsachen mit Stillschweigen übergangen sind oder wenn Tatsachen, Anschauungen und Zustande geschildert werden, die einer spatern Zeit angehören (Anachronismen), oder wenn die Quelle nachweisbar zu einer Zeit abgefaBt ist, wo der angebliche Autor noch nicht Iebte oder sie zu schreiben im stande war (z. B. der Staat der Athener [c. 425] als angebliche Schrift des um 434 geborenen Xenophon).

4) Die Ten den z der Quelle (z. B. politische, religiöse) kann nur durch eine Falschung erklart werden, wie es namentlich bei vielen Sekbererschriften, Pamphleten, Apologien der Fall ist.

241. 5) Die seltsame, schwer glaubhafte Art der Auffindung und überlieferung, das sehr spate Auftreten der Tradition weisen auf die Unechtheit hin.

Feder, Hist Methodik.

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