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So verraten manche hagiographische Quellen des Altertumsund des MUtelE klaV ihren apokryphen Charakter durch die ungtabhchen Aneaben flber ihren Ursprung. Die Urheber spielen sich in naiver Weise au"als Augenzeugen unter Verwendung des Satzesxquod vidtmusowUsnostns auodoeTspeximus(Passio S. Andreae ï, Acta S. Barnabae 1). Sie wollen die Akten odeV?ten auf Schreibtafelchen óder in settsamen alten Handschriften «fïnden1u*en7 Die Passio des hl. Alban fand sich in der alten Romerstadt vSam in einem altbritischem Kodex, der gleich nach der Entafferung n Staub zerfiel ; Odo von Olanfeuil erhielt eine Handschrift nut dem Leben des hl Maurus auf der Flucht von einem Pilger; der hl. Placutus erzanite selbst seinLebennach seinem Tode und lieB sogar sein Bildnis abnehmen. Dte Hag "graphen geben sich als Schüler oder Wener der Heiligen aus: EunoVoflh Sdiüle'des hl. lohannes des TSufers, Pastkrates als Diener des m Oeorstc%, Zgaros als Scfireiber des hl. ThecKioros ^/Aaijasws a s Stenomphde? W. Katharina, Florentius als Diener des hl. Cassiodon Belege be. WWattenbach, Das Schriftwezen im MA 3 (1896^).408ff; HDelehaye, Les légendes hagiogr* 80 sqq; HOfinther, Legendenstudien (1906) 78 ff.. 242 3 Regeln für den Erweis einer partiellen Unechtheit. Die Regeln, die für

die "interpolationen gelten, sind zum groBen Teil auch auf die falschenden Veründerungen anwendbar, wahrend für die Auslassungen einige besondere Regeln aufzustellen sind.

1 Interpolationen und Veranderungen.

1) Anwendung von palaographischen Kriterien: Besitzen wir das Original der Quelle, in das die Interpolation oder die Anderung selbst eingetragen ist, so erkennen wir diese leicht an den Rasuren, an der Verschiedenheit der Schriftzüge oder der Tinte. Haben wir nur Abschriften des gefalschten Originals, so treten uns unter innen vielleicht altere Exemplare entgegen, in denen die Interpolation bzw Anderung fehlt (z. B. bei vielen Chroniken des Mittelalters).

2) Anwendung von sprachlich-stilistischen Kntenen. Die Interpolation bzw. die Anderung stort den sprachlichen Zusammenhang;

' ihre Fassung weicht sichtlich von der sonstigen Stilgebung ab (z. B. bei ethnographischen in Casar; vgl AKlotz, Casarstadien [\910\20 ff).

Bei Urkunden verrat sich die Interpolation bzw die Anderung oft durch Verschiedenheit der Formalien, bei Quellen der bildlichfigürlichen in der Abweichung von der technisch-künstlerischen Form.

243. 3) Anwendung inhaltlicher Kriterien. Es werden Widersprüche aufgedeckt- in der Folge der Ideen fehtt die logische Verbindung; Motive eines Berichtes passen nicht in die Zeitverhiltnisse, sondern gehören einer andern Periode an; es finden sich Anachronismen usw.

Aber auch hier tut Vorsicht not; denn sogar bei guteiiSchriftstellern, in echten ffinden finden sich manchmal sehr ungeschickte Zusatze oder Nachhlge der Autoren, welche die Olatte des Textes oder die Verbindung der QecTanken und Satze storen oder selbst Widersprüche enthalten. Die Ursache^ soldier ungeschickten Nachtrage bilden UnklaAeit der ersten Fassung Anderung8 der Dfaposition, Unterbrechung der Arbeit, Kenntn.snahme jon neuen Quellen und dgl. Manchmal verrat sich in den inhalthchen UnregelSgkeiten auch nur die unverarbeitete Herübernahme eines fremden Berichtes durch den Autor.

244. 2. Falschende Auslassungen. .

1) Anwendung palaographischer Kriterien. Im Original

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