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Simon war aus Gent gebürtig. Er hatte sich, 1136 von Papst Innocenz II. zur Abdankung genötigt, in seine Vaterstadt zurückgezogen und hier sein Werk bis 1145 herabgeführt. Vgl. Guérard, Préface S. IX ff. Da er den Sigebert C oder dessen Quelle benutrte, die bis 1128 Berichte aus den Annales Blandinienses enthielten, so ergibt sich, daB der Sigebert C aus Blandigny stammt und Simon in diesem Kloster seine Aufzeichnungen verfaBt hat

Anselms Fortsetjung von Sigeberts Chronik und die in allen Codices an sie anschlieBende Continuatio Gemblacensis, die bis 1148 herabreicht, waren in dem Sigebert C zur Zeit seiner Benugung durch Simon noch nicht enthalten. Ob sie in dem Sigebert C überhaupt vorausgesetrt werden müssen, ist nicht ganz sicher; die aus der Continuatio Anselmi stammenden Nachrichten der Egmonder Annalen könnten in diese auch erst durch F aus einem anderen Sigebert-Codex (Sigebert F) hineingekommen sein. Doch ist in dieser Hinsicht zu beachten, daB der oben besprochene Codex B 3* die Continuatio Anselmi enthalt, und daB in Blandigny ein Sigebert-Codex mit der Continuatio Gemblacensis um 1174 vorhanden war. Denn dem Manne, der in die Annalen von Blandigny zu verschiedenen Zeiten die Berichte über die Jahre 1132—1174 eintrug (vgl. Bethmann SS. V 20), hat ein soldier Codex vorgelegen. Der Bericht zu 1146

Ihnumerabilis profectio secunda christiani populi Hierosolimam proficiscitur cum Conrado imperatore, Lodowico rege Francorum, Theoderico comité Flandriae. Quidam per Anglicum mare navibus evecti Ulbdbonam applicuerunt et captam quiete possiderunt

ist nichts als ein Auszug aus der Continuatio zu 1147; nur die Teilnahme des Grafen von Flandem am Kreuzzug ist selbstandige Zutat des Annalisten.

So ist also nicht ausgeschlossen, daB in den Sigebert C nachtraglich die Coptinuationes Anselmi und Gemblacensis aufgenommen worden sind, und daB er sich noch um 1174 in Blandigny befand. Es könnten ihm dann zwei Berichte entstammen, die in die Egmonder Annalen jedenfalls aus

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