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Diesem Annalenwerk, das wir als Annales s. Mariae maiores bezeichnen, muB aber aus den Egmonder Annalen noch eine Reihe von Berichten zugewiesen werden: der zu 1148 über das Wunder beim Brand der Salvatorkirche, die zu 1150 (Schisma nach dem Tode des Bischofs Hartbert), 1156, 1159, 1165 (Versöhnung des Bischofs Gottfried und des Grafen Florens durch den Kaiser), 1170. Sie verraten durch ihren Inhalt und teilweise auch durch ihre Fassung, daB sie in Utrecht aufgezeichnet sind.

Wir werden für die Annales s. Mariae maiores aber auch die reichspolitischen Berichte in Anspruch nehmen dürfen, die sich zu 1154, 1158, 1159, 1160 (Einnahme von Crema), 1162 (Einnahme von Mailand, Reichstag zu Besangon), 1166 in den Egmonder Annalen finden. Denn teilweise reichsannaüstischen Charakter haben, wie die Berichte zu 1136, 1137, 1138 zeigen, auch die uns vorliegenden Annalen von St. Marien.

Die Beziehungen des Utrechter Marienstifts zum Reich in der ersten Halfte des 12. Jahrhunderts werden erlSutert durch eine auf BI. 35v der Annalenhandschrift von St. Marien eingetragene Nptiz (MG. SS. XV 1304): VII. id. augusti anno d. i. MCVI obiit Heinricus IIII. imperator benefactor noster qui precepit dedicari ecclesiam et confirmavit prebendam nostram. Schon damals bestand wohl die KaiserprSbende ara. Marienstift, von der wir aus einem wahrscheinlich 1173 anzusegenden Diplom Friedrichs I. (veröffentlicht 1888 von Weiland Neues Archiv XIII 628) erfahren; der Kaiser sagt da: cum ecclesie beate Marie in Traiecto ex canonica fraternitate ad rerum suarum conservationem debeamus adesse, volumus, ut debemus, res eius et iura in sua libertate imperiali auctoritate conservare.

Haben wir den Umfang der Annales s. Mariae maiores annühernd richtig bestimmt, so hat der C-Text, der sich ja schon wegen seines Verhaitnisses zum Sigebert C mindestens bis 1137 erstreckt haben muB, bis 1173 herabgereicht. Das ist einstweilen nicht bewiesen, wird sich aber durch die weitere Untersuchung mit Sicherheit ergeben.

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