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bedeuten sie nichts als ein weiteres Anzeichen für die Verfasserschaft von F; er hat seiner aus den Egmonder Annalen uns bekannten Neigung, die Glaubwürdigkeit seiner Berichte durch erfundene Zeugen zu erhöhen, auch hier nachgegeben.

Dem entsprechend müssen die tatsachlichen Angaben der Mirakel beurteilt werden. Aus § 2 erfahren wir von einer palus ex irruptione maris proveniens, cuius adhuc indicia magna supersunt, bei Egmond und Castricum, das ist also wohl das Lange Meer und Schermeer, welch legteres erst 1631 eingedeicht worden ist. Gegen diesen See war nach den miracula die Abtei Egmond durch einen Deich geschütrt, den die Bewohner von Castricum durchzustoBen wünschten, um das Wasser von ihrem Lande abzuleiten. Dieser Deich ist durch die miracula nicht für den Anfang des 12., sondern erst für den Anfang des 13. Jahrhunderts bezeugt.

In demselben Paragraphen der Mirakel heiBt es von Abt Stephan: et strenuitatis suae et laboris in studiis liberalibus exercitati argumenta non debüia posteris reliquit, libros scilicet, quos claustro Egmundensi et numerose et accurate describi fecit. Das würde, wenn zur Zeit des Abtes Ascelinus niedergeschrieben, ein Zeugnis für die Zuverlassigkeit der auf Abt Stephan bezüglichen Angaben des Egmonder Bibliothekskatalogs bedeuten. Als AuBerung des Kompilators F dagegen verliert der Sag jeden Quellenwert.

Wir besigen aber noch eine andere vita Adalberti, die im wesentlichen einen kurzen Auszug aus der von C und F verfaBten darstellt und 1900 von Pijnacker Hordijk in BVG. 4. reeks I S. 170 ff. nach einer Handschrift von 1670 herausgegeben worden ist. Diese vita brevis, die dem Chronicon Egmundanum des Johann von Leiden (ed. A. Matthaeus 1692) als Quelle gedient hat, möchte Pijnacker Hordijk (a. a. O. S. 158), der die langere vita für das Werk Ruperts halt, dem mehrfach erwahnten Mönch Friedrich zuweisen, der im Egmonder Bücherkatalog als Verfasser einer vita sancti Adalberti genannt wird. Dieser Vermutung vermógen wir, nachdem die langere vita als ein Machwerk von C und F erkannt ist, nicht beizutreten. Für die vita brevis sind auBer der langeren

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