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das 26. seiner Amtsführung war, fast 49 Jahre lang regiert haben, was an sich sehr unwahrscheinlich ist. Die Urkunde zahlt sie vom 2. Sept. 1057 ab, an welchem Tage nach dem Egmonder Nekrolog (vgl. unten Kap. VII 3) Abt Reiner gestorben ist. Aber daB Stephan sein unmittelbarer Nachfolger war, kann nicht angenommen werden. Die Abtei Egmond ist 1064 dem Bischof von Utrecht zugesprochen worden; Stephan aber war eine Kreatur Roberts des Friesen, mit dem sich Gertrud, die Mutter des jungen Grafen Dietrich V., erst 1063 vermarilt hat. 1073 ist Stephan von Robert, der seit 1071 Graf von Flandern war, dem Konvent von St. Bavo zu Gent als Abt aufgedrangt worden. Die Annales s. Bavonis (MG. SS. II 189) berichten zu 1073: Sigerus abbas Gandensis sponte sua absolvitur et Stephanus de Ecmundis vi introducitur, und zu 1076: Stephanus abbas Gandensis deponitur. Danach gehörte also Stephan schon 1073 dem Egmonder Konvent an und ist 1076 dahin zurückgekehrt. WahrsAeinlich war er der clericus aus der familia Roberts, den dieser nach dem Tode Balduins V. (1069) nach Flandern sandte, um die Erhebung gegen dessen Witwe mit den GroBen des Landes zu verabreden (Galbert von Brügge c. 69 ed, Pirenne S. 112). Jedenfalls aber bedeutet die Datierung der Urkunde OB I 89 nach dem 26. Jahre des Abtes Stephan einen erheblichen Einwand gegen ihre Echtheit.

Damit sind aber die inneren Anzeichen ihrer Unechtheit noch nicht erschöpft. Die Worte „detulit mansuemdini nostre" verraten, daB der Verfasser das Diplom des Königs Arnulf von 889 OB I 21 studiert hat, wo man liest: mansuemdinem nostram deprecatus est. Ahnlich steht es mit den angeblich von Abt Stephan vorgelegten auctoritates donationum, qua-

liter (!) piissimi comités ex propriis possessionibus et

a regibus iure hereditario susceptis eandem ecclesiam dei construxerunt, ditaverunt et honoraverunt. Von diesen Grafenurkunden fehlt jede Spur; wohl aber enthaTt das Diplom Karls des Einfaltigen von 922 OB I 26 eine Übertragung iure hereditario, das Diplom Ottos III. von 985 DO ffl 19 eine Übertragung in proprietatem.

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