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Deddo de Rijswijc seine Entstehung dem Deddo presbyter de Rijswijc verdanke, der zwischen 1130 und 1161 im Egmonder Bibliothekskatalog vorkommt /Archief voor Nederlandsche Kerkgeschiedenis II 165), erscheint uns nicht begründet. Eher könnte man ein umgekehrtes QueUenverhaltnis annehmen; denn der Katalog ist, wie wir wissen, stark überarbeitet.

Anders aber ist es um die Echtheit der angeblich dem

10. Jahrhundert entstammenden Aufzeichnungen bestellt. Unter den Schenkungen des Grafen Arnulf zahlt der Text an letjter Stelle auf: ecclesiam super ripam fluminis quod vocatur Flardinghe cum decimatione sua. Similiter Hargan et Sche cum decimatione sua. Aber die Kirche zu Vlaardingen und die Kapellen zu Hargen (jetrt Hargpolder bei Kethel) und Overschie standen der Abtei Echternach zu und waren ihr nach Aussage der Urkunde des Bischofs Wilhelm vom 28. Dez. 1063 (OB 185 = Muller, Cartularium S. 99 No. 63) erst von Dietrich III. und seinen Söhnen entrissen worden. DaB erst Dietrich III. sich bei Vlaardingen festgesefet hat, ist ja zur Genüge bekannt. Demnach entstammt die fragliche Stelle des Evangelientextes frühestens dem Ende des 11. Jahrhunderts. Denn die Kirchen zu Hargen und Overschie waren noch im Dezember 1063 Kapellen.

Ja, es fragt sich, ob die Aufzeichnung nicht noch erheblich spater anzusefeen ist. Erst 1156 hat Abt Gerhard von Echternach mit Zustimmung seines Konventes in einem mit Graf Dietrich VI. von Holland geschlossenen Vertrag (OB I 133, 134) sein Recht an 24 in Holland gelegenen Kirchen abgetreten, unter denen Vlaardingen, Hargen und Overschie genannt werden. Sollte gleichwohl schon einer der Vorganger Dietrichs VI. zugunsten des Klosters Egmond über diese Kirchen verfügt haben?

Für Entstehung des Evangelientextes nicht vor Mitte des

11. Jahrhunderts spricht jedenfalls ein in der Pariser Nationalbibliothek aufbewahrtes Echternacher Sakramentar, über das A. Reiners in den Publications de la section historique de 1'institut Royal Grand-ducal de Luxembourg XL (1889) S. 30 ff.

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