Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

dat holden vander ener vefpertijt to der ander. Was der Evangelientext als Schenkung Dietrichs II. angibt, ist also nichts als das Recht zur Abhaltung des Botdings über Aagtenkerk zu verfügen.

Den Eindruck der Falschung erweckt aber auch die formale Einkleidung der Schenkungen. Wendungen wie „omnium per succedentium temporum curricula venientium Christi fidelium", „cunctis natis atque iam nascituris", „primitiva donatione" wird man in keinem echten Akt des 10. Jahrhunderts • finden. Unter diesen Umstanden wird man die Wendung „sua manu potestativa" in dem Akt Dietrichs I., die an sich dem Urkundenstil des 10. Jahrhunderts entspricht (vgl. A. Heusler, Institutionen zum deutschen Privatrecht I 96) nicht ohne weiteres auf eine echte Urkunde Dietrichs I. zurückführen dürfen. Denn die Bezeichnung des Empfangers als ecclesia s. Petri et s. Adalberti confessoris enthalt einen Anachronismus, weil St. Adalberts Reliquien erst durch Erzbischof Egbert nach Egmond gekommen sind. Was das St. Petrus-Patrocinium anlangt, so bezeichnet sich eine von Graf Dietrich II. und seiner Gattin Hildegarda geschenkte goldene Altarplatte, die im Grafenregister und in der Urkunde OB I 89 erwöhnt wird (vgl. unten Kap. III 4), inschriftlich als hoe altare in dei et s. apostolorum principis Petri Christique egregii confessoris Adalberti honore constructum. Vgl. W. Heda, Historia episcoporum Ultraiectensium ed. Buchelius (1642) S. 90; Gosses, Holland S. 61 f. Auf der Altarplatte war neben St. Adalbert St. Bavo abgebildet, woraus sich ergibt, daB die Mönche nach Egmond aus St. Bavo zu Gent gekommen sind. Dieses Kloster war mit St. Peter zu Gent (Blandigny) damals unter einem Abt vereinigt. Erzbischof Egbert, dessen Vater Dietrich II. Graf von Gont war, hat 979 den Westturm der Klosterkirche von Blandigny geweiht. Vgl. Uhlirz, Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Otto II. und Otto III. Bd. I (1902) 132. Auch das Petrus-Patrocinium ist somit wahrscheinlich erst zur Zeit Egberts, aus Trier oder Gent, nach Egmond gekommen.

Der Evangelientext stellt nach alledem eine Kompilation

Sluiten