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die Egmonder Kirche gekommen, die dadurch in den Besiij des Originaldiploms von 922 gelangte.

Von einem Diplom des Königs Karl, das dem Grafen Dietrich E Grundbesië. östlich des Vlie, also in dem spater zu Mittelfriesland gerechneten Gebiet, überwies, haben sich noch an einer anderen Stelle Spuren erhalten. Johann von Beka sagt in dem von ihm zusammengestellten Egmonder Nekrolog, über den wir unten in Kap. VII 3 berichten, (BMHG. XXXV 53): Circa annum 1126 Lotharius imperator avunculus Theoderici abstulit comitatus de Ostergou et Westergou ab ecclesia Traiectensi et secundum antiqua privilegia concorporavit Hollandie comitatui.

Diese Stelle ist auch in die Chronik Bekas (ed. Buchelius S. 46) übergegangen; in ihr wird ferner über den Streit, der im Jahre 1165 zwischen Utrecht und Holland über die Grafschaft Mittelfriesland ausbrach, bemerkt (ebenda S. 54): Quidam enim imperatorum et regum utpote Carolus et Lotharius tradiderunt Orientalem Frisiam usque rivulum Lavicae principibus Hollandiae. Quidam nihilominus regum et imperatorum videlicet Henricus et Conradus contulerunt eandem patfiam pontificibus Traiectensis ecclesiae. Die diesbezüglichen Diplome Heinrichs IV. und Konrads III. sind uns bekannt; die Verleihung Mittelfrieslands an Holland durch Lothar wird in Konrads Diplom erwahnt. Vgl. Coster, De. kroniek van Johannes de Beka (1914) S. 263. Es ist also nicht einzusehen, warum das Diplom eines Königs oder Kaisers Karl, von dem Beka spricht, erfunden sein soU. Dieser Meinung ist Gosses; zu der ersten der beiden von uns angeführten Beka-Stellen — die zweite ist ihm anscheinend entgangen — bemerkt er (S. 123): dat stelde hij (Beka) zich zeker zoo maar voor. Wir müssen hier die Glaubwürdigkeit Bekas gegen Gosses in Schut} nehmen. Das Diplom Karls war zwar zu Bekas Zeit nicht mehr in seiner ursprünglichen Fassung vorhanden, kann aber in dem verlorenen Diplom Lothars III. erwahnt gewesen sein.

Das Ergebnis ist also: der Kontext des Diplomes OB I 26 ist ebenso verfalscht wie seine Datierung.

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