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Zoll zu Alkmaar. Das sind Zutaten eines Falschers. Denn es ist ganz ausgeschlossen, daB schon Graf Dietrich II. dem Kloster Egmond den Zoll zu Alkmaar geschenkt hat. Die Zölle waren Regal des deutschen Königs und wurden in seinem Auftrage von den Grafen verwaltet. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts hielt der König das Zollregal noch fest in Handen; Otto II. hat wohl zugunsten der bischöflichen Kirchen von Köln, Trier und Worms auf Zölle verzichtet (DO II99), aber niemals zugunsten eines Grafen. Die Bischöfe jener Kirchen könnten denn auch bereits im 11. Jahrhundert über Zölle verfügen; Erzbischof Sigewin von Köln zum Beispiel hat 1083 den Zoll zu Rachtig an der Mosel dem Kloster Deutj verliehen (Lacomblet UB 1237). Eine Zollverleihung durch einen Grafen aber ist auch das ganze 11. Jahrhundert hindurch nicht erfolgt; in dem von Waitj (Deutsche VerfassungsgeschichteVIII 306) aus Calmet (Histoire de Lorraine III2 Preuves Spalte82) angeführten Fall von 1030 handelt es sich nicht, wie Wailj angibt, um Schenkung eines Zolles durch den Grafen von Toul, sondern um Überweisung einer Rente aus diesem Zoll.

Von dem Markt zu Alkmaar hören wir in einem Bericht der Egmonder Annalen zu 1132; damals haben die Friesen ecclesiam Alkmare et totum forum verbrannt. Fünf Pfund von den Einkünften des Zolles daselbst hat 1174 Abt Wibold von Egmond seinem Konvent für ein Darlehn von 25 Pfund verpfandet (OB 1150). Dieser Abt Wibold (1161—1176) hat, wie wir aus Teil XII des Liber s. Adalberti (ed. Muller S. 36) erfahren, sehr betrüchtliche Summen im Dienste des Klosters und des Grafen Florens UI. aufgewendet: für Rückkauf der Kirche zu Vlaardingen 130 Pfund, für den Deich zu Malink 80 Pfund, für den neuen Deich zu Hargen 70 Pfund, für Einholung der Braut des Grafen Florens, der Prinzessin Ada von Schottland, mehr als 40 Mark. Das laBt daraüf schlieBen, daB man im Kloster Geldgeschafte gröBeren Stiles trieb; schon 1147 haben ja die Egmonder Mönche Zollfreiheit für ihre Waren in NeuB, Köln und Andernach erworben (OB 1126). Sie waren also gewiB auch die Geldgeber der

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