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und der echten Urkunde von 1169 Brom 461 die unechte Grafenurkunde OB 189 geschrieben hat; die zweite, an ihren barocken Abkürzungszeichen leicht und sicher zu erkennen, ist die der Urkunden des Grafen Gerhard von Geldern von

1177, Sloet 344 und des Bischofs Gottfried von Utrecht von

1178, Sloet 346 (Original im Reichsarchiv zu Arnheim). Wir nennen diese Hand', mit deren Utrechter Tatigkeit wir uns im zweiten Bande noch zu befassen haben werden, Cx. An der Urkunde OB I 124 haben die beiden Schreiber gleichzeitig und nach Übereinkunft gearbeitet; nur im Hinblick auf die Tatigkeit von kann C die Abkürzungszeichen weggelassen haben. An einer Stelle, bei dem Worte domno Z. 9, hat Cx den von C weggelassenen m-Strich nicht nachgetragen. Die Urkunde OB 1124 ist also ihren auBeren Merkmalen nach eine Falschung aus den 1170 er Jahren, wie die Grafenurkunde OB I 89.

Das Diktat ist zu einem erheblichen Teüe dem Privileg des Papstes Innocenz II. von 1140 Jaffé 8083 entnommen. Und zwar wurde es nicht nur von C, sondern auch von Q herangezogen, der ihm die GruBformel „Bene valete" und die Angabe der Indiktion entlehnte.

Auf das Privileg des Papstes wird in OB 1124 ausdrücklich Bezug genommen; Bischof Hartbert hat es, so wird behauptet, verlesen lassen und darauf seinerseits bestatigt: nos itaque reverentissimi patris summe sedis apostolice presulis rectissimis ut dignum est devote insistentes vestigiis quod ille digne ac laudabiliter apostohca statuit authoritate vel decrevit, pro impensa nobis divinitus gratia pontificalis dignitatis iure quo possumus et debemus confirmamus. Nun bedeutet diese Bestatigung und öffentliche Verlesung des papstlichen Privilegs an sich keinen Einwand gegen die Echtheit der Urkunde OB 1124, sondern nur ein Anzeichen, daB ihr Verfasser eine direkte • Rechtswirkung des Privilegs nicht anerkannteAuch das

*) Vgl. Ober ein ahnliches Verfahren bei der GrOndung des Klosters Gurk im Jahre 1072 A. Brackmann, Die Kurie und die Salzburger Kirchenprovinz. Studiën und Vorarbeiten zur Germania pontificia I (1912) S. 13. Die

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