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die Abkürzungszeichen, vgl. Christi Z. 2, apostoli sanctique... Christi Z. 18. In die Höhe gezogenes a ist vereinzelt am WortschluB verwendet: pia Z. 3; neben dem aufrechten einmal unziales d: Odger Z. 15; neben dem langen SchluB-s vereinzelt rundes SchluB-s: angelis Z. 9, fratres zweimal Z. 14, und einmal ein Majuskel-S: septembris Z. 18, das sich auch einmal im Wortinnem findet: Freso Z. 16. Haufig, aber keineswegs regelmaBig sind an b, d, h, 1, s Fahnenornamente von wechselnder, oft ins Barocke verzerrter Gestalt angebracht: flexus Z. 3, possidendam Z. 4, super hoe ... seductus consilio deliquit Z. 5, Heinricus Z. 13. Auf lallend in einer so regelmaBigen diplomatischen Minuskel ist auch die Suspension com für comité Z. 7.

Die Urkunde ist somit kein Original, sondern eine Nachzeichnung, und zwar von Hand Fj. Man vergleiche die von dieser Hand geschriebenen Worte auf der lekten Zeile von BI. 164 der Annalenhandschrift.

Das rechts unten aufgedrückte Siegel ist einwandfrei befestigt und zeigt ein einwandfreies Bild: den Grafen gerüstet auf nach rechts galoppierendem Pferde, das Schwert in der erhobenen Rechten, den Schild in der angezogenen Linken. Von der Umschrift, die, wie das vielfach vorkommt, auf der schrag abfallenden Innenseite des erhöhten Siegehandes steht, sind nur noch die Worte FLORENTIVS HOLLAND..... COM.. erkenribar, da fast die ganze linke Halfte des Randes herausgebrochen ist. Bild und Umschrift stimmen mit dem bei Kluit, Historia critica II Tab. III abgebildeten Siegel Florens' IJl. der Urkunde vom 7. Marz 1167 (nicht 1168!) OB I 147 überein.

Doch hat dieses auBer der Randschrift eine BUdschrift: zwischen den Beinen des Pferdes steht: DISCORDIA. Es ist, wie schon Kluit a. a. O. S. 194 bemerkt hat, eine Hindeutung auf den Wortlaut des Friedensvertrages, durch den eine discordia ex culpa Florentü comitis orta zwischen Graf Philipp von Flandern und Graf Florens durch des ersteren Vater Graf Dietrich und andere Schiedsrichter geschhehtet wird. Demnach ist der 1167 von Graf Florens gebrauchte Siegelstempel erst damals, wahrscheinlich in Brügge, wo der

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