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Die Ürjereinstimmungen, die das Diktat von OB I 143 mit dem von OB I 89 aufweist, sind somit als Entlehnungen der ersteren Urkunde aus der letteren zu werten. DaB die Fassung von OB I 143 ebenso regellos wechselt wie die von OB I 89, ist gröBtenteils auf den EinfluB dieser Urkunde zurückzuführen. Doch ist Wechsel der Fassung auch an einer von OB I 89 unabhangigen Stelle zu beobachten; im Datum heiBt es: anno primo ... matrimonii nostri quo sororem regis Scotie Ade duxi uxorem.

3. Die Urkunden des Grafen Florens II. von 1108 und 1116.

Die Urkunden des Grafen Florens II. OB I 98 und OB I 103, durch welche den Einwohnern von Heilo und Alkmaar Abschaffung der Begrabnisgebühren zugestanden wird, sind in zwei voneinander unabhangigen Abschriften überliefert: im Egmonder Kopiar des 15. Jahrhunderts (E) und in der Handschrift des Balduinus de Haga von 1520 (Bid). Bid stellt den zuverlüssigeren Text dar und ist für den Abdruck beider Stücke, den wir als Beilage 2 und 3 bieten, zugrunde gelegt worden.

Die Empfahger der Urkunde OB I 98 werden in Bid und E als cives Heilgonlenses bezeichnet. Van den Bergh hat nach Kluits Vorgang ,Heylegommensibus' gedruckt und dies auf Heilo gedeutet, wahrend schon 1772 Huydecoper (Rijmkronijk van Melis Stoke I 492) und dann 1889 Kappeyne van de Coppello (BVG. 3. reeks V 24) und 1915 Gosses, Holland S. 41 sich für Hillegom entschieden haben. DaB die Deutung van den Berghs die richtige ist, wird sich unten ergeben.

Beide Urkunden sind auf Intervention des Abtes von Egmond ausgestellt, der in beiden Fallen auch an der Spitje der Zeugen genannt wird. Der Graf kündigt in beiden Urkunden Besiegelung mit seinem eigenen Siegel und dem des Abtes an: sigillo nostro et dilectissimi deo et hominibus Athalhardi abbatis praecepi'mus corroborari. Es fragt sich zunachst, wie das zu deuten ist. Soll man sich vorstellen,

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