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Theodericus Boekei unter den Zeugen des Vertrages vom 3. Nov. 1200 OB I 183 erscheint, das aber jetrt langst verschwunden ist (Van der Aa, AardrijkskundigwoordenboekII518). Die Ansiedlung Boekei dagegen muB mit Heilo verschmolzen sein. Schon die örtlichen Verhaltnisse lassen demnach erkennen, daB unter den cives Heilgonlenses der Falschung OB 198 nicht die Leute von Hillegom, sondern die von Heilo-Boekel zu verstehen sind. Überdies aber nimmt Abt Lubbertus in OB I 292 auf OB I 98 deutlich Bezug mit den oben (S. 141) angeführten Worten. In OB I 98 wird ja die Begrabnisabgabe nachgelassen ea conditione, ut decimam de omnibus fructibus, quos eorum terra protulerit, sicut ubique iuste fit, sine ullo malo ingenio persolvant, und diese Bedingungen sind von zwei Genannten in Gegenwart aller beschworen worden.

Die Falschung OB I 98 ist demnach dem Abt Lubbertus vorgelegt worden, um bei ihm die Befreiung der Gemeinde Heilo-Boekel von den Begrabnisabgaben durchzusegen.

4. Eine Urkunde des Abtes Adalhard.

Die Urkunde des Abtes Adalhard OB I 107 ist abschriftlich als Teil V des^ Liber s. Adalberti überliefert. Sie zeigt einen Wechsel der*Fassung, der fast noch regelloser ist wie in den bisher besprochenen Faischungen. Der Abt spricht zunachst in der ersten Person, wird spater als tune temporis abbas Adalhardus in der dritten Person eingeführt, fallt in der Sanctio mit den Worten „quod si quis successorum meorum" in die erste Person zurück und geht schlieBlich in dem Safe „qui vero traditionem nostram inconvulsam custodierit" in die erste Person Pluralis über. Die Sanctio

zeigt in den Wendungen „Quodsi quis quod non credo,

infringere voluerit cum Juda traditore misericordiam

consequatur a domino tempore oportuno" Verwandtschaft mit der Falschung OB I 143.

In der Intitulatio wird Abt Adalhard als sextus postprimum abbatem bezeichnet. Das ist in einer echten Urkunde ah sich unmöglich; doch ist uns eine entsprechende Zahlung

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