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schon in dem Akt des Abtes Walther OB I 140, der gleichfalls im Urbar des Liber s. Adalberti überliefert ist, sowie im Bibliothekskatalog begegnet (oben S. 110, 64 f.).

Was den Inhalt von OB I 107 anlangt, so soll der Abt den Brüdern zugestanden und mit seinem Banne bekraftigt haben, ut^quidquid/deinceps, ecclesie darefcu> aut modo acquireretur, ad usum vini fratribus verteretur. Eine derartige Handhabung der Banngewalt durch den Abt ist ganz unmöglich.

5. Die Urkunde des Grafen Florens III. von 1174.

Die Urkunde des Grafen Florens Dl. OB 1149 ist abschriftlich im Egmonder Kopiar E und bei Balduinus de Haga überliefert. Nach ihr hat Graf Florens consilio principum et nobilium suorum festgestellt, quod comes Hollandiae solus sit legitimus advocatus ecclesiae Haecmundensis, und ferner bestimmt, ut quem comes terrae et abbas ecclesiae communi consensu elegerint, ille sit advocatus.

Der Aussteller nennt sich Florentius comes Hollandiae decimus filius Theoderici noni comitis. Die durchlaufende Zahlung der hollandischen Grafen von Dietrich I. ab stand wie wir sahen (oben S. 76) noch zur Zeit der Herstellung der Falschung OB I 89 nicht fest; in die Egmonder Annalen ist sie erst von F eingefügt. Damit wird die Urkunde in den Anfang des 13. Jahrhunderts herabgerückt. Ferner würde der Ausdruck „comes terrae" als Bezeichnung für einen grüflichen Landesherrn in einer Urkunde von 1174 einigermaBen auffallig sein; er erklart sich aber, wenn man bemerkt, daB er auch im Urbar des Liber s. Adalberti vorkommt (vgl. oben S. 85). ^

Die Urkunde OB I 149 ist demnach als eine Falschung aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts zu werten. Zeugen und Datierung sind anscheinend einer echten Urkunde von 1174 entnommen; was sie enthielt, bleibt ganz ungewiB.

Was die Bezeichnung der graflichen Mannen als principes in OB I 143 (oben S. 128) und OB I 149 anlangt, so ist über den Sprachgebrauch der Annalen folgendes zu sagen:

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