Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

die Grafschaft war auf Grund des weiblichen Erbrechtes seit 1206 von Dietrichs Wit we Aleidis von Kleve verwaltet worden, die als das eigentliche Haupt der gegen Graf Wilhelm [ gerichteten Politik schon seit 1203 in den Egmonder Annalen; hervortritt. DaB sie einen Rückhalt bei Papst Innocenz III. suchte, seitdem ihr Gegner Graf Wilhelm in das Fahrwassër der scharf antikurialen welfischen Kaiserpolitik einzulenken begann, lassen die beiden papstlichen Privilegiën vom Marz 1211 erkennen; ebenso, daB sie starken Anhang unter der hollandischen Geistlichkeit hatte.

Besonders aufschluBreich über die hier in Betracht kommenden Verhaltnisse ist ein im Egmonder Kopiar E (BI. 30 ff.) sich fihdender ausführlicher Bericht über einen langwierigen Streit des Klosters mit Wilhelm von Egmond, der 1213 von Abt Lubbertus I. die Belehnung mit der Vogtei erlangt hatte (OB I 239). Diese Belehnung ist wahrscheinlich erfolgt, als Graf Wilhelm sich in England befand, wo er am 29. Marz 1213 einen Subsidienvertrag mit König Johann schlofi (OB I 232). Denn das von Abt Lubbertus dem Vogt Wilhelm gewahrte Recht, quod si idem Wilhelmus sine filio legitimo decesserit, filia sua maior natu praedictam advocatiam cum praedicto feudo percipiat; quod si nee filiam legitimam habuerit, frater suus senior legitimus' successor in eadem advocatia et eodem feodo constituatur universique haeredes in praefata buna legitime successuri hoe eodem iure in eisdem bonis tenendis, quo concessa sunt praememorato Wilhelmo, perpetuo potiantur, würde Graf Wilhelm, der für die Grafschaft selbst soeben den AusschluB der weiblichen Erbfolge durchgesetjt hatte, schwerlich geduldet haben.

Der Streit um die Vogtei, das wird man im Auge behalten müssen, ist demnach für das Kloster weniger von Abt Lubbertus geführt worden, der ja den Vogt soeben in der ungewöhnlichsten Weise begünstigt hatte und zur GrafinWitwe Aleidis anscheinend in guten Beziehungen stand, wie von dem neuen Landesherrn, dem Grafen Wilhelm.

Der Bericht im Kopiar E, auf den mit Recht schon Pols (V 298 ff.) hingewiesen hat, ist wörtlich in das Chronicon

Sluiten