Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Egrnundanum des Johannes de Leydis (1692 S. 37 ff.) übergegangen und auch in dessen Hollahdische Chronik aufgenommen, die 1670 im ersten Bande der Annales rerum Belgicarum von Sweertius gedruckt worden ist (Lib. XXI cap. XI S. 184 ff.). Doch ist der lettere Text weniger zuvërlassig.

Der Vogt mafSte sich eine Gerichtsbarkeit innerhalb des Klaustralbezirkes an und verübte, als der Abt seinen Leuten das Erscheinen vor diesem Gericht untersagte, eine Reihe von Gewalttatigkeiten; unter anderem vertrieb er zwei Priestermönche, die im Auftrage des Abtes die Rechte des Klosters an einem durch Tod der Inhaberin ihm zugefallenen Grundstück wahrnehmen sollten, mit Gewalt, ruptis eorum cucullis. Der Abt brachte diesen Frevel vor das Gericht ées Elekten Otto I. von Utrecht1), das aber die Rechtfertigung des Vogtes annahm, und appellierte hierauf an den apostoj lischen Stuhl, also an Papst Innocenz III., der den Dechanten von St. Mariengraden in Köln und den Kanonikus dieses Stifts Magister Heinrich Razo als Richter über die an den Mönchen verübte Gewalttat delegierte und zugleich an den Grafen Wilhelm von Holland schrieb: cum ipse non dubitaret Egmondense monasterium specialiter beati Petri iuris existere et immediate pertinere ad sedem apostolicam, iniungendo ei in remissionem omnium peccatorum suorum, ne dictum monasterium per semetipsum in rebus aut personis quocumque modo turbaret et quantum in ipso erat, turbari aut molestari pateretur a nemine. Der Graf hat also durch den Bevollmachtigten des Abtes — es wird wohl ein graflicher Kaplan gewesen sein, deren drei damals Egmonder Mönche waren — mit Rom wieder angeknüpft und die Lossprechung vom papstlichen Bann erlangt. Die Zeit dieser Verhandlung laBt sich genau feststellen, da bei dieser Gelegenheit das püpstliche Schreiben vom 16. Juni 1215 an die Egmonder

*) ad audientiam Ottonis Traiectensis electi. Es kann nicht Otto II. von Lippe sein, wie die Chronik bei Sweertius angibt; denn Otto I. starb erst am 1. September 1215; der Streit aber wurde 'schlieBlich durch grafliche Entscheidung vom 28. August 1215 geschlichtet

Sluiten