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Mönche erwirkt worden sein muB, in dem es heiBt (Potthast, Regesta 4984 = OB I 253, hier falsch datiert): vobis indulgemus, ut cum generale interdictum fuerit terre, liceat vobis non pulsatis campanis, clausis ianuis, exclusis excommunicatis et nominatim etiam interdictis, submissa voce divina officia celebrare ac fratres vestros ecclesiastice tradere sepulturae.

Der Graf, so sagt unser Bericht weiter, bestimmte, erfreut über diesen groBen Gnadenbeweis, beiden Parteien über sechs Wochen einen Termin. Dieser Termin war, wie die Urkunde OB I 247 zeigt, der 28. August; er ist also gleich nach der Rückkehr des Unterhündlers aus Rom angesetjt worden. Vor Beginn der Verhandlungen entschied das Gericht auf Antrag des Abtes, der Graf sei berechtigt,- sich durch einen seiner Mannen im Vorsitj verfreien zu lassen, eo quod esset advocatus ecclesiae. Der miles Dietrich Boekei übernahm darauf den Vorsit}; der Graf aber erhob nun — in seiner Eigenschaft als Vogt — für den Abt und die Kirche von Egmond gegen den Vogt Wilhelm Klage, daB er sich die Gerichtsbarkeit über Aremersweet und Winnemersweet angemaBt und die Ministerialen und mansionarii der Kirche sowie die famuli des Abtes zu seinem Gericht und Dienst gezwungen und selbst die Mönche vor sein Gericht gefor,dert habe. Vogt Wilhelm antwortete: advocatiam et omnia predicta suum esse feodum et sui iuris non esse de feodo suo ibi respondere. Der Abt von Egmond aber leugnete, daB Wilhelm Vogt sei; denn die Egmonder Kirche habe nie einen anderen Vogt gehabt als die Grafen von Holland. Der Graf bat darauf das Gericht, da seine Vorfahren die Egmonder Kirche gegründet und ausgestattet natten und Abt und Konvent ihn als Vogt derselben anerkarmten, zu entscheiden, ob der Abt ohne seine Zustimmung die Vogtei jemandem übertragen dürfe. Das Urteil lautete: Weder der Abt oder der Konvent könne ohne Zustimmung des Grafen noch dieser ohne Zustimmung von Konvent und Abt die Vogtei jemandem als Lehn übertragen. Vogt Wilhelm erklarte jedoch, er könne trog dieses Urteils nicht zugeben, daB die Vogtei dem Grafen zustehe und schon dessen Vorfahren

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