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Danach kann nicht zweifelhaft sein, daB Brom 566 und Brom 568 von demselben Verfasser herrühren. Das aber ist, wie die formale Ubereinstimmung von Brom 568 mit der Urkunde des Grafen Dietrich VII. von 1200 beweist, der Kaplan Allinus, der sich in der Schreiberzeile nennt. Und zwar der jüngere Allinus; denn Brom 568 ist gleichhandig mit der Urkunde des Bischofs Dietrich H von 1208 Brom 603. Allinus hat also im Jahr 1200, obwohl er in der Kanzlei des Grafen von Holland tatig war, nicht nur im Auftrage des Empfüngers eine Urkunde für das Utrechter Marienstift, Brom 568, verfaBt, sondern auch Kanzleigeschafte des Bischofs Dietrich II. besorgt, indem er im Auftrage des Ausstellers die Urkunde für Kloster Oostbroek Brom 566 herstellte.

Zu den Egmonder Annalen von C und D hat weder der aTtere noch der jüngere Allinus eine erkennbare Beziehung. Doch erhellt aus des ersteren Zugehörigkeit zum Konvent von St. Marien von neuem die enge Verbindung dieses Stifts mit dem hollandischen Grafenhause.

Bestimmter können wir uns über die Persönlichkeit der Fülscher F und F! üuBern. Doch sei ausdrücklich bemerkt? daB die Personenfrage auch hier für unsere kritischen Ergebnisse ganz belanglos ist.

Seit 1201 wird in unserer Liste ein Kaplan Heinrich genannt. Neben ihm erscheint 1213 (OB I 234) ein gleichnamiger Kollege, und aus der Urkunde von 1215 OB I 247 erfahren wir, daB der eine von ihnen Pfarrer in Noordwijk, der andere Inhaber der Pfarre in Vlaardingen war. Um Wiedergewinnung der letteren sind die Falscher durch eine in die Egmonder Annalen eingeschobene apokryphe Nachricht zu 1162 und die unechte Urkunde von diesem Jahre OB 1143 bemüht. Die Pfarre zu Vlaardingen war besonders gut dotiert; der Liber s. Adalberti (Teil VII) verzeichnet als ihren Besitj zur Zeit des Abtes Walther 20 Zensualen und 3 Grundstücke mit einem Zinsertrag von 12, 2Va und 1 Va den. Das Interesse der Falscher an der Pfarrkirche in Noordwijk verrat sich in der Legende von St. Ieron.

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