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cursumque, ut ait poeta, furoris Theutonici ostenderunt *). Man könnte dann F als den Heinricus de Colonia ansprechen, der in der Urkunde von 121'5 Beilage 4 genannt wird. Dieser ist jedenfalls identisch mit dem im legten Abschnitt des Reliquienverzeichnisses R genannten frater Henricus (oben S. 24).

Zum SchluB noch eins. Die innerpolitischen GegensStje in Holland, die wir aufzuhellen versucht haben, bieten vielleicht eine Erkl&rung für eine Stelle der überarbeiteten Annalen, deren Tendenz uns oben (S. 41) nicht deutlich geworden ist. Am 3. Oktober 1206 ist Abt Franco von Egmond gestorben; daB Grafin Aleidis auf die Wahl seines Nachfolgers Lubbertus I. maBgebenden EinfluB hatte, darf man annehmen. War er aber ein Günstling der Grüfin, so kann sein Verhaltnis zu den Anhangern, die Graf Wilhelm im Egmonder Konvent hatte, nicht das beste gewesen sein, und nichts ware natürlicher, als wenn sie einen Versuch gemacht natten, den Abt mit Hilfe ihres Grafen zu verdrangen, nachdem Wilhelm die Grafschaft wieder übernommen hatte. Von F rührt aber auch die Kritik her, die in dem Annalenbericht zu 1197 an dem Auftreten der Grafin Aleidis gegenüber dem Kloster Egmond geübt wird. Seine Worte lesen sich wie ein Seitenstück zu der Anklage in dem Bericht zu 1121 gegen die Grafin Petronella:' Ad cuius (Wilhelmi) impetum reprimendum Aleydis comitissa cum exercitu Egmundam venit magno claustri detrimento et totius ordinis incommodo, quia et res ecclesiae tam in victualibus quam et in multis aliis mUitibus et ceteris expendebantur et cotidianus erat discursus per claustrum pedissequarum comitissae et ceterarum mulierum supervenientium, quod claustrali disciplinae omnimodis contrarium erat. Aus dem Zwecke einer Polemik gegen das Regiment der Grafin Aleidis und ihrer Anhanger dürfte sich erklaren, warum in den überarbeiteten Annalen von der

') Vgl. Dümmler, Über den furor Teutonicus, Berliner Sitningsberichte 1897, 112 ff. Der vom Annalisten angeführte Dichter istLucan (De bello civili I 235 f.). Eine Lucanhandschrift verzeichnet der Egmonder Bflcherkatalog (Archief voor Nederl. Kerkg. 11 152) als Zuwendung des magister Baldewinus unter Abt Stephan.

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