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VI. DIE EGMONDER CHRONIK.

Die Egmonder Chronik ist eine im 13. Jahrhundert entstandene erweiterte Fassung der Egmonder Annalen; sie führt nicht über das Jahr 1205 herab, mit dem die Annalen abbrechen, hat aber deren Text durch eine Reihe von Zutaten bereichert.

Eine Ausgabe der Chronik-hat 1777 Kluit im ersten Bande seiner Historia critica comitatus Hollandiae et Zeelandiae veröffehtlicht, ohne ihre Entstehungszeit nüher zu bestimmen. Auch die Untersuchung K. von Richthofens (Die alteren Egmonder Geschichtsquellen, 1886) hat über die Chronik keine befriedigende Aufklarung gebracht. Er ist, so verdienstlich seine Quellennachweise im einzelnen sein mögen, in dem entscheidenden Punkte irre gegangen, indem er die Egmonder Annalen nicht für die Hauptquelle der Chronik, sondern für einen Auszug aus ihr hielt. Schon Pols hat (Opstellen Fruin S. 313) dem gegenüber in überzeugender Weise dargetan, daB die Chronik gröBtenteüs aus den Annalen geschöpft ist, und daB der Chronist die Origmalhandschrift der Annalen vor sich gehabt hat. Es fragt sich somit nur noch, wann die Egmonder Chronik entstanden ist.

Um ihre Überlieferung ist es folgendermaBen besteüt.

Die von Kluit benutrte Handschrift, die 1824 aus dem Bèsitje von J. Meerman an Thomas Phillips in Middlehill und von da 1887 in die Königliche Bibliothek zu Berlin gekommen ist, ist nicht, wie von Richthofen (a. a. O. S. 25 und 165) im AnschluB an Kluit angibt, in der Mitte des 13. Jahrhunderts, sondem erst im 15. Jahrhundert geschrieben. Vgl. V. Rose, Verzeichnis der lateinischen Handschriften der Kgl. Bibliothek zu Beriin I (1893) No. 155. Eine zweite Handschrift ist 1572 aus Roermond von dem Breslauer Ratsherrn Th. von Rehdiger

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