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autem me ... Poppo (Patherbrunnensis) episcopus ... hanc cartam signi sui et nostri impressione signari mandavit. Beide Siegel waren aufgedrückt. Der Urkunde des Abtes Bernhard von Werden (1126—1133) Lacomblet UB I 218, die sich als privilegium sigillatum sigillo sancti Liudgeri et sigillo abbatis Bernhardi bezeichnet, sind nach freundlicher Mitteilung von Th. Ilgen die beiden angekündigten Siegel aufgedrückt. Die Urkunde der Meisterin Gertrud von St. Mauritius zu Köln von 1158, die nach dem Original jm Reichsarchiv zu Maastricht bei Franquinet, Inventaris der oorkonden en bescheiden van het Kapittel van OL. Vrouwekerk te Maastricht I (1870) S. 13 No. 5 gedruckt ist, sagt: placuit facta presenti roborare scripto et sigillo beati Mauritii .. . innodare, und am SchluB: Sigillum etiam sancte Coloniensis urbis huic cartule innectere civibus placuit. Beide Siegel sind aufgedrückt.

Im allgemeinen kann man aber voraussetjen, daB eine Ankündigung mehrfacher Besiegelung auf hüngende Siegel deutet.

Wachssiegel sind auf diese Art zuerst — schon im 11. Jahrhundert — in England befestigt worden, weil das kleine Format der königlichen Breven, der writs, die Anbringung eines durch das Pergament durchgedrückten Siegels nicht gestattete. Und zwar sind diese altesten englischen Hangesiegel als abhangende Siegel (sur simple queue) befestigt, das heiBt an einem Pergaméntstreifen, der den unteren Rand der Urkunde entlang zu etwa drei Vierteln ihrer Breite von rechts nach links abgeschnitten ist. An Streifen von Pergament oder Leder, oder an Schnüren von Seide oder Hanf, die durch Einschnitte des Pergamentes hindurchgezogen sind (sur doublé queue), sind englische Königssiegel erst seit der Normannenzeit befestigt worden. Die ülteste französische Königsurkunde, die auf diese Weise mit einem anhüngenden Siegel versehen ist, ist das bei Prou, Recueil des actes de Philippe Ier (1908) S. 345 No. CXXXVH abgedruckte Mandat Philippsl. von 1100. Vgl. über das alles jefet Bresslau, Archiv für Urkundenforschung VI (1916) S. 55 f.

Besiegelte Mandate waren zu Ende des 11. Jahrhunderts

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