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Sieht man ab von unechten Stücken, so kommen mehrere Siegel nebeneinander am frühesten in Urkunden vor, die einer Zustimmung oder ariderweitigen Beteiligung einer dritten Person an der beurkundeten Handlung gedenken; diese Person hangt dann ihr Siegel neben das des Ausstellers. Dechant und Kongregation von St. Michael und St. Gudula in Brussel bekunden zum Beispiel im Jahre 1135 (Miraeus IV S. 513), per assensum domini nostri ducis Godefridi sei ein Streit mit dem Abt vom Heiligen Grabe zu Cambrai um eine vom Hérzog erbaute und dem Abt überwiesene Kapelle geschlichtet worden. Die Urkunde ist laut Ankündigung mit den Siegeln der Kongregation des hl. Michael und des Herzogs versehen. Abt Guerricus von St. Vaast hat zwischen 1147 und 1155 einen Streit zwischen der Propstei des Klosters zu Haspres und Eustachius von Halmael geschlichtet hortante et petente Lodowico nobilissimo comité de Los, advocato nostro in Halmale (Piot, Cartulaire de Saint-Trond I S. 74 No. LIV). Die Urkunde weist das Reitersiegel des Grafen Ludwig und das Siegel des Kapitels von St. Trond auf.

In einer Urkunde des Bischofs Heinrich von Lüttich für Kloster Afflighem von 1156;- de Marneffe, Cartulaire d'Afflighem S. 155 No. C, auch Analectes pour servir a 1'histoire ecclésiastique de la Belgique I (1864) S. 357 ff., welche den Besrtj der Kirche zu Vlierbeek bestatigt, que in nobilis memorie ducis Lotharingie Godefridi senioris libero allodio fundata est, sagt die Corroboratio: Hanc veritatem ... petitione ducis sigillo nostro impressam communimus et in eadem carta

kündigung, nicht aber zum Datum der Urkunde stimmt, da Samson erst seit 1140 regierte. Eine echte Schenkungsurkunde des Abtes Suger vom 17. Juni 1137 ist in einem Kopiar überliefert: Oeuvres complètes de Suger publiées par Lecoy de la Marche (1867) S. 342. Die Angabe von O. Cartellieri, Abt Suger von Saint-Denis (1898) S. 138 No. 88, daB in dieser echten Urkunde dieselben Pralaten als anwesend erwahnt seien wie in dem Testament, ist unzutreffend.

Unecht ist auch die Urkunde der beiden graflichen Brüder Wilhelm und Otto von Gleiberg von 1141 Beyer, Mittelrhein. UB. I No. 523 b, die mit den Siegeln beider Aussteller versehen ist Vgl. Wyss, Hessisches UB. III (1899) S. 308 No. 1334.

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