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enthalten Urkunden des Grafen Wilhelm betreffend Friesland aus den Jahren 1317—1336 nebst friesischen Stücken alteren Datums und anderer Herkunft. Der Urkunde St. 3214 gehen in beiden Registern voraus die Handfeste des Grafen Florens V. für Staveren vom 1. April 1293 und die Urkunde aus Staveren vom 30. Juni 1290, die unten heranzuziehen sind, sowie die unechte Urkunde des römischen Königs Wühelm vom 3. Nov. 1248 Regesta imperii V 4035 = Schwartjenberg, Charterboek I S. 94. Das unechte Privileg Karls des GroBen von 802 DK 269, das in der letteren Urkunde erwahnt wird, kommt in beiden Registern. an einer früheren Stelle (EL 10 BI. 3; EL 12 BI. 2V) vor. Die Urkunde St. 3214 ist 1892 von Heek (Neues Archiv XVH 577 ff.) und 1895 von H. Jakel (Die Grafen von Mittelfriesland S. 117ff.) behandelt worden; wir geben von ihr als Beilage 1 einen neuen Abdruck, durch den sich die Emendationsversuche von Jakel erledigen.

Die Urkunde ist vor der Kaiserkrönung Heinrichs V. anzusetsen, also mitWattj zu 1108, obwohl als Jahreszahl 1118 überliefert ist. Durch die angefügte Bekrarügung des Erzbischofs Friedrich von Köln, die das gleiche Diktat aufweist wie die Haupturkunde, ergibt sich des Naheren Januar 1108, wo der Erzbischof beim König in Mainz weilte. Die Urkunde ist demnach ausgestellt unmittelbar nachdem der König, am 28. Dez. 1107, die Grafschaft Mittelfriesland an Heinrich von Zütphen gegeben hatte (Sloet 215; vgl. Jakel S. 134).

DaB aber in St. 3214 nicht der Wortlaut der echten Urkunde vom Januar 1108 vorliegt, kann unseres Erachtens nicht zweifelhaft sein1). Es ist doch ganz ausgeschlossen, daB König

!) Die Siebzehn Küren, die inhaltlich der Urkunde St. 3214 in gewisser Hinsicht verwandt sind, sind nach Hooft van Iddekinge, Friesland en de Friezen (1881) S. 30 ff. und Heek zwischen 1085 und 1106, nach von Richthofen, Untersuchungen über friesische Rechtsgeschichte I (1880) 96 ff. und Küch, Die Landfriedensbestrebungen Friedrichs I. (1887) 39 ff. bald nach 1156, nach Hüliger, Historische VierteljahrschriftVI (1903) 476, 479 um 1200 entstanden. Über die hohe Altertümlichkeit eines Teiles des friesischen Textes vgl. R. Koegel, Geschichte der deutschen Literatur I 1 (1894) 242 ff.

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