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Hier wird also für die Verbindung des Kanzleramtes mit der Propstei zwar auf ein altes Herkommen, aber nicht auf das Privileg Roberts II. und auch nicht auf das des Papstes Eugen III. Bezug genommen. Auch wird — trot} des alten Herkommens — diese Verbindung durch Dekret des Papstes von neuem festgesegt. Die freie Wahl des Propstes wird zwar bestatigt, aber nicht in den Wendungen des Privilegs Eugens III.

Eine Erganzung dazu bietet No. 11, der an den Grafen Philipp gerichtete Brief Alexanders III. Der Papst sagt da: Cum de antiqua consuetudine prepositus Brugensis ecclesie tuus sit cancellarius, libenter volumus ... providere, ut talis pro tempore instituatur persona, que ydonea sit et honesta, et de qua merito non possis suspitionem habere. Eapropter ... apostolica auctoritate statuimus, ut, cum electio de preposito libere eiusdem ecclesie fuerit et canonice celebrata, tuus continuo requiratur assensus; ita quidem quod eidem electioni sine manifesta et rationabili causa tuum assensum denegare non debeas vel favorem.

Auch hier wird auf das Privileg des Markgrafen Robert mit keinem Worte Bezug genommen. Unter ganz bestimmten Einschrankungen wird der assensus zur Wahl des Propstes zugestanden auf Grund der Tatsache, daB dieser alter Gewohnheit zufolge graflicher Kanzier war. Das unechte Privileg No. 3 war demnach auch 1173 noch nicht vorhanden; der Vorbehalt des graflichen assensus zur Propstwahl, der in No. 3 steht, ist nicht durch das Kanzleramt bedingt.

Erst zehn Jahre spater taucht die Falschung No. 3 in der Überlieferung auf: am 25. Marz 1183 ist sie ihrem ganzen Umfange nach durch Graf Philipps Urkunde No. 12 bestatigt worden. Es geschah, wie schon Reusens (a. a. O. S. 83) bemerkt hat, gelegentlich eines Kanzlerwechsels; ein natürlicher Sohn des Grafen Dietrich, Gerhard von ElsaB, hat in diesen Tagen das Kanzleramt erhalten.

Mit No. 3 gehört die Falschung No. 1 ihrem Inhalte nach eng zusammen, und die Falschung No. 6 ist am 25. Marz 1183 von Graf Philipp gleichfalls bestatigt worden, durch

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