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gegenüber dem Polynesischen unzweifelhaft als die altere Sprache erscheint. Dagegen hat Referent destoweniger etwas einzuwenden, da er selbst in seiner 1886 erschienenen «Fidji-taal» dieselbe Ansicht verfochten hat. Besonders alterthümlich, auch in lautlicher Beziehung, ist unter den melanesischen Sprachen das weder von Codrington noch vom Verfasser behandelte formenreiche Eromanga. Wenn Codrington sich mit dem Studium des Eromanga befasst hatte, so würde er gesehen haben, das diese Sprache, treuer als irgend eine andere melanesische, die ursprünglichen Endconsonanten bewahrt hat, und würde er dadurch eine bessere Einsicht in die Auslautgesetze der von ihm behandelten Sprachen erlangt haben. Um nur ein einziges Beispiel anzuführen: wenn man weiss, dass, was im Fidji (Ja, schlecht heisst, im Eromanga sat lautet, identisch mit malay. dj aha t, kann man nicht mehr bezweifeln, dass das abgeleitete (J a t i, hassen im Fidji nicht aufzulösen sei in <Ja ti, sondern in (Jat -f- i.

Det funfte Abschnitt, über die Entstehung der polynesischen Sprachen, enthalt eine reichhaltige und nützliche Zusammenstellung von Thatsachen, doch gibt er keine Veranlassung zu besonderen Bemerkungen.

Im letzten Abschnitt werden zunacht die van Sydney H. Ray behandelten und von diesem als sicher melanesisch bezeichneten Sprachen besprochen und zwar lexikalisch wie grammatisch. Ferner sucht Verfasser die Stellung der von Sydney Ray sogenannten melano-papuanischen Sprachen naher zu bestimmen. Eine solche nahere Bestimmung ist sogar bei den bestbekannten Sprachen mit Schwierigkeiten verbunden, wie viel mehr denn, wo das vorliegende Material sparlich ist. Mit einer gewissen Reserve glaubt Verfasser die Stellung sowohl der eigentlich melanesischen Sprachen, als der «melano-papuanischen» einigermassen schon bestimmen zu können, und zwar so, dass erstere mit den Sprachen der südlichen Salomon-Inseln zusammenhangen und sich von dort abgezweigt haben, nachdem die NeuHebridengruppe sich abgelöst hatte.

Bis soweit hat der Verfasser sich auf rein sprachlichem Gebiete bevvegt und wie er selbst richtig betont, ist der Haupttheil seiner Abhandlung derjenige, « der sich mit dem Nachweise abgibt, dass die Sprachen der südlichen Salomon-Inseln und Fidji die Ueberleitung von den melanesischen Sprachen zu den polynesischen bilden». In einem Anhang führt er aus massgebenden Werken Tatsachen an, woraus erhellt, dass auch auf anthropologischem und ethnologischem Gebiete sich Gleichheiten und Aehnlichkeiten zwischen Melanesiern und Polynesiern, trotz der angenommenen Verschiedenheit, finden. Die Erwagung der angeführten Tatsachen sei den Anthropologen und Ethnologen bestens anempfohlen.

Der Zweck unserer Besprechung ist nicht, die Lectüre der Abhandlung

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