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DIE INDOMALAYISCHEN ARTEN VON PYCNOLEJEUNEA

zen ist nach meinen Beobachtungen mindestens kein systematisches Merkmal ersten Ranges. Eine besonders starke Verzweigung tritt nirgends hervor, eine reichlichere, aber kurze, vielleicht am deutlichsten bei P. imbricata, P. trapezia und P. falsinervis. Regelmassiges Auftreten sehr kurzer Seitenaste findet man bei P. Micholitzii. Die Mehrzahl zeigt eine unregelmassige Verzweigungsart.

b. Das Blatt. — Schon mehr Bedeutung kann der Blattgestalt, dem Blattumriss zugeschrieben werden. Eine Gliederung des Blattrandes tritt bei Pycnolejeunea niemals auf. Fast alle Blatter sind an der Spitze abgerundet. Nur P. falsinervis hat zugespitzte Lobi. Der Umriss des Blattes ist in den meisten Fallen asymmetrisch, eiförmig oder von dreieckigem Zuschnitt. Wesentlich und artbestimmend ist die trapezische Gestalt bei P. trapezia und die zungenförmige bei P. Meyeniana var. ligulata. Die Blatter der Seitenaste pflegen kleiner zu sein als die des Hauptstammes, der Blattzuschnitt andert sich hierbei nicht wesentlich.

Es müssen auch die Deckungsverhaltnisse und die Stellung des Blattes zur Sprossachse berücksichtigt werden. Beide geben uns Merkmale, die gut zu verwerten sind; sehr dichte Blattstellung charakterisieren P. incisa, P. excisula, P. borneensis und P. bancana. Dieser dichten Blattstellung verdankt die Gattung auch ihren Namen, wie aus der Beschreibung der Gattung Pycnolejeunea bei Spruce zu ersehen ist. Das seltene Beispiel von lockerer Blattstellung bieten P. ceylanica, besonders in den oberen Teilen, und P. falsinervis. Durch einen verhaltnismassig spitzen Winkel zwischen Blattansatz und Sprossachse sind P. grossiloba und P. ceylanica hervorgehoben. Doch dürfte der steile Winkel im allgemeinen bei 46° seinen aussersten Wert erreichen. Bei der Mehrzahl der Arten sind die Blatter unter 60° bis 70° inseriert. Diese Blattwinkelstellung und die Dichte des Aufeinanderfolgens der Blatter sind es vor allem, die der Pflanze ihren Habitus verleihen.

c. Das Zellnetz. — Von allergrösstem systematischem Wert ist das Zellnetz. Bei der Abgrenzung der einzelnen Arten untereinander, sowie der Gattung gegen andere dürfte es mit an erster Stelle stehen und auch bei der Entscheidung, ob eine neue Art vorliegt, oft ausschlaggebend sein. Man findet bei Pycnolejeunea ein sehr charakte-

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