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G. HOFFMANN, MONOGRAPHISCHE STUDIËN ÜBER

mal nicht brauchbar, da die Anzahl der Bracteen wechselt und ihr anatomischer Bau wenig charakteristisches zeigt. Die einzige Ausnahme bildet P. Meyeniana, deren Andröceen so zahlreich und in solcher Grosse auftreten, dass schon bei erster Betrachtung die langen katzchenförmigen Zweige auffallen. Bei solcher typischen Ausgestaltung der mannlichen Stande kann von einer systematischen Bedeutung schon gesprochen werden. Nach ihrer Stellung am Spross kommen zwei Formen vor: 1. Sie finden sich nur auf Seitenasten, die dann ausschiesslich Brakteen hervorbringen. („sessilia”). 2. Die Andröceen stehen terminal oder intermediar („terminalia”), z.B. bei P. ceylanica. Systematisch lasst sich aber diese Einteilung nicht verwerten, da beide Formen bei ein und derselben Art vorhanden sein können, wenn auch Typus 2 viel seltener ist.

2. Das Gynaceum (Involucrum und Perianth).

Das Perianth ist stets fünfkielig. Von den beiden Grundformen mit herzförmiger oder gerundeter Spitze („apice obcordata vel apice rotundata”) kommt erstere nur einmal vor, namlich bei P. decurvifolia. Die mehr oder weniger schlanke, umgekehrt eiförmige oder aufgeblasene Form liefert, besonders in Verbindung mit dem Involucrum, wichtige Anhaltspunkte zur Arterkennung. Die Stellung des Perianths am Stammchen ist stets gipfelstÈLndig und an einer Seite durch eine Innovation überragt.

Bei den Hüllorganen ist der Involucrallobulus, besonders die Ausbildung seiner Spitze sowie Art und Tiefe der Loslösung vom Lobus von Bedeutung für die Kennzeichnung einer Art; die Form und der Einschnitt des Involucralamphigastriums mussen ebenfalls mit herangezogen werden.

Hier muss noch naher auf die Geschlechterverteilung eingegangen werden. Die meisten Arten sind diözisch, nur 5 monözisch, so dass sich das Verhaltnis zwischen Diözie und Monözie bei den indomalayischen Arten wie 4 : 1 darstellt. Hier wird reicheres Material vielleicht, besonders wo ein Teil der Sexualorgane noch nicht gefunden ist oder überhaupt nur sterile Pflanzen bisher bekannt sind, Berichtigungen nötig machen. Wo sich eindeutig Mono- oder Diözie feststellen lÊLsst, ist sie natürlich ein brauchbares Artcharakteristikum.

Es bliebe noch übrig, die Frage der Substrattreue auf ihre systematische Verwertbarkeit zu prüfen. Wir unterscheiden Epiphylle

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