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DIE INDOMALAYISCHEN ARTEN VON PYCNOLEJEUNEA

Hier ware zu entscheiden, ob Schizo- und Holostipie als Gattungsmerkmal so wichtig sind, dass eine Trennung auf Grund der Amphigastriengestaltung allein möglich ist. Bei Hygrolejeunea sind von jeher ganz- und geteiltblattrige Amphigastrien in derselben Gattung untergebracht worden, ohne dass sich jemand an dieser engen Verbindung von Schizostipen und Holostipen gestossen hatte. Dies dürfte immerhin darauf hinweisen, dass das Merkmal für eine gattungsmassige Trennung nicht ausreicht, wenn sonst eine in allèm einheitliche Gattung auseinandergerissen würde. Ein gleiches Bei&pie\gébenxmsOdontolejeuneaxm& Cyclolejeunea, die zweifelsohne eng miteinander verwandt sind, und die niemand, trotz des Vorhandenseins sowohl geteilt- als auch ganzblattriger Amphigastrien bei Cyclolejeunea, trennen würde. Auch bei Ceratolejeunea wurden früher beide Amphigastrienformen beschrieben, doch sind die holostipen Formen dieser Gattung als zweifelhaft erkannt und auf ihre systematische Zugehörigkeit zu Ceratolej. kritisch überprüft worden. Sie konnten teilweise an andere Gattungen, z.B. an Neurolejeunea (10) viel natürlicher angeschlossen werden. Eine interessante Erscheinung ist es ferner, wenn bei typischen „Holostipen” im Involucralkreis plötzlich Schizostipie auftritt. Dies deutet darauf hin, dass die Schizostipie die altere Form ist und in bestimmten Fallen im Involucralkreis wieder zum Durchbruch kommen kann. Solche Beobachtungen könnten es nahelegen, auch Leuco- und Pycnolejeunea, besonders im Hinblick auf solche „Übergangsformen” wie P. excisula gar nicht zu trennen. Für diesen Fall müsste aber gefordert werden, dass die im allgemeinen Teil für Pycnolejeunea als wichtig erkannten Einzelmerkmale auch bei Leucolejeunea vorhanden sind, soll sich der übergeordnete Gattungsbegriff nicht sofort wieder verwischen.

Gerade hier bestehen aber wesentliche Unterschiede. Die Stellung der Hyalinpapille am Lobulus ist bei Leucolejeunea proximal. Die Blatter sind sehr dicht gedrangt und erscheinen durch den eigenartigen Übergang des Lobulus in den Blattrand, wodurch dessen Einrollung bedingt wird, stark muschelig aufgewölbt; die9er Habitus, den Leuc. xanthocarpa besonders schön zeigt, ist aber der anderen Gattung ganz fremd. Das Zellnetz ist bei Leucolejeunea viel kraftiger, immer mit dreieckigen Eckverdickungen, die meistens in einander übergehen und so ein kollenchymatisches Gewebe von auffalliger Struktur bilden. Carina und Blattrand zeigen ausserdem papulos

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