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sag': Helene. Steil' Dich patschert an. Du weist von nix, eine Dame bist Du, verstanden? Kannst Dich überhaupt noch erinnern, wie's mit dem Ersten war? Streng' Deinen dummen Schadel an und denk nach! Mach's jetzt gleich vor, aber natürlich! Nur das Benehmen, mein'ich. Ich bin im Dienst. Also?

Sedlacek liess die Kleine im Fiaker, unter aufgeschlagenem Dach. Vor dem einsamen Wagen, der abseits stand, zehn Meter entfernt von den andern Fiakern, patroullierte einWachmann. Mizzi Schinagl fror.

Man musste ihr eine Ballrobe beschaffen, blassblau, Seide, tief ausgeschnitten, ein Korsett, Perlen und ein Diadém. An alles dachte Sedlacek. Seit einer Viertelstunde schon stöberten seine Leute, vier begabte Manner, im Garderoberaum des Burgtheaters herum. Der Nachtwachter leuchtete ihnen mit der Laterne. Vier nobel gekleidete Gespenster in Fracken, Stöcke in der Hand, Zylinder auf den Köpfen, rumorten sie mitten zwischen dem nachtlichen, verschlafenen Wirrwar der theatralischen Requisiten. Alles, was seiden zu sein schien und blassblauer Farbe war, rafften sie zusammen. Sie hatten die Hosentaschen voll falscher Perlen, funkelnder feuriger Diademe, künstlicher Blumen, vergissmeinnichtblauer Strumpfbander, glitzern er Agraffen. Es ging alles sehr schnell, wie sonst nur sehr wenige Angelegenheiten im Staat und in den Landern zu gehn pflegten. Nur noch eine kurze Weile — und das gefallige Madchen Schinagl sah für fremde und orientalische Augen beinahe so aus wie eine Dame. Sie wartete in der Garderobe des Hofbeamten zweiter Klasse, Anton Wessely, dessen Tochter Taittinger vor kurzem erst so brüsk hatte verlassen mussen.

Alles weitere vollzog sich unter Sedlaceks geradezu nobler Leitung und mit Hilfe des wendigen Adjutanten Kirilida Pajidzani. In einem geschlossenen Wagen, dem

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