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gültig entschleiert zu haben glaubte. — Es ist also nicht so — sagte er sich — in seiner bezauberten Einfalt dass hierzulande diese grossartigen Frauen lediglich ihren Mannern gehören! Zwar gibt es — so sagte er sich weiter — hierzulande keine Harems; aber um wie viel schoner, zauberischer, reizvoller ist die Liebe ohne Harem! . . . Man kauft die Frau nicht — — man bekommt sie sogar geschenkt! Wahrendsie, diese Abendlander, die Tugend predigen, die Monogamie, entschleiern sie ihre Weiber nicht nur nein,

sie verleihen sie auchü

In dieser Nacht war Seine Majestat, der Schah von Persien, überzeugt, dass die Liebeskunst des Abendlandes weitaus raffinierter war als die seiner Heimat. In dieser Nacht genoss er alle jene Wonnen, die einem begierigen Mann die gewohnte, heimische Art der Liebe niemals gewahren kann, sondern die ungewohnte, ungewöhnliche, fremdartige. Die Methoden, die Sedlacek, der Geheime, der Mizzi Schinagl angeraten hatte, kamen dem Herrscher von Persien exotisch vor. Er war eben kein Europaer, er hatte einen Harem, gefullt von dreihundertfünfundsechzig Frauen. So viele Nachte hat das Jahr. Hier aber im Hause der Josephine Matzner, besass er nur eine Einzige.

Die ganze Nacht wartete der Sedlacek im Fiaker. Oh! Er war nicht einer von jenen unzuverlassigen schwachen Charakteren, die imstande waren, etwa einzuschlafen, bevor noch ihr Dienst vollendet war. Im Gegenteil, niemals noch war ihm der Schlaf so fern, niemals noch war sein Auge so wach gewesen! Es war das Gebot seiner Natur. Er hatte keinerlei Rekompensation zu erwarten; keine Auszeichnungen; und kein Avancement. Dunkle Dinge hatte er zu vollbringen, ewig im Geheimen sollten sie bleiben! Nicht auf irgend einen Lohn wartete er!

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